Übersicht Projekteinstellungen - Projekt-Generator

Der Projekt-Generator erstellt aus den Gruppenadressen eines Projekts selbstständig eine Raumstruktur und legt daraus Funktionsbausteine, Visualisierungsseiten und die Navigation an. Ausgangspunkt sind ausschließlich die bereits vorhandenen Adressen - der Generator legt selbst keine Gruppenadressen an und überschreibt auch keine.

Der Assistent führt durch fünf Schritte. Der Vorschlag, den er aus den Adressen ableitet, ist bewusst nur ein Vorschlag: er wird im dritten Schritt geprüft und angepasst, bevor irgendetwas erzeugt wird.

Schritt 1 - Quelle

Angezeigt wird, wie viele KNX-Gruppenadressen im Projekt vorhanden sind. Interne Variablen, die Funktionsbausteine selbst erzeugen, werden dabei nicht mitgezählt und später auch nicht ausgewertet.

Schritt 2 - Regelwerk

Das Regelwerk bestimmt, wie aus den Namen der Haupt-, Mittel- und Untergruppen eine Struktur wird. Es gehört zum Projekt und wird mit dem Projekt gespeichert. Mitgeliefert wird ein Satz Standardregeln, der die gebräuchlichen Namenskonventionen abdeckt.

Jede Regel besteht aus sechs Angaben:

Die möglichen Ziele unter "Ergibt":

Die Priorität steuert die Reihenfolge: die kleinere Zahl greift früher. Je Ziel gewinnt der erste Treffer. Deshalb müssen genauere Regeln eine kleinere Zahl tragen als allgemeine - eine Regel für "Sollwert" muss vor der Regel für "Wert" stehen, sonst wird der Sollwert als einfacher Wert erkannt.

Muster und Wert dürfen weder das Zeichen # noch einen Zeilenumbruch enthalten, weil beides in der gespeicherten Regelliste als Trennzeichen dient. Eine solche Eingabe wird beim Bestätigen gemeldet.

Schritt 3 - Vorschlag prüfen und anpassen

Aus den Adressen und dem Regelwerk entsteht ein Baum aus Geschossen, Räumen, Elementen und Adressen. Die Spalte "Regel" zeigt bei jedem Eintrag, welche Regel ihn erzeugt hat - daran lässt sich nachvollziehen, warum eine Adresse einem bestimmten Raum zugeordnet wurde.

Dieser Schritt ist Pflicht. Erst wenn der Baum stimmt, wird erzeugt.

Adressen, für die keine Regel gegriffen hat, gehen nicht verloren: sie erscheinen unter "Nicht zugeordnet" und können von dort in den richtigen Raum gezogen oder abgewählt werden. Elemente, für die kein Bausteintyp hinterlegt ist, werden angezeigt, sind aber nicht auswählbar.

Bei sehr vielen Adressen werden die Elemente eines Raums erst beim Aufklappen geladen. Der Baum bleibt dadurch auch in großen Projekten zügig bedienbar.

Schritt 4 - Vorschau

Zusammengefasst wird, wie viele Geschosse, Räume, Funktionsbausteine und Seiten entstehen, gefolgt von einer Auflistung je Raum. Enthält das Projekt bereits Seiten mit denselben Raumnamen, wird das hier gemeldet.

Schritt 5 - Erzeugen

Angelegt werden je Raum eine Seite mit den Funktionsbausteinen und je gewählter Ausrichtung eine Visualisierungsseite mit den Bedienelementen, dazu Kopf- und Fußzeile, die Übersichtsseiten und die Navigation. Jedes Bedienelement wird mit seinem Funktionsbaustein verknüpft, und die Gruppenadressen werden den Ein- und Ausgängen zugewiesen.

Der Fortschritt und alle Meldungen erscheinen im Protokoll. Passt ein Raum nicht auf eine Seite, wird automatisch eine Folgeseite angelegt.

Jeder Funktionsbaustein bekommt die Adressbezeichnung als Überschrift - also die Gerätekennung und den Klartext in Klammern, zum Beispiel "LDA.05.01.1 (Entree)". Am Baustein steht damit dieselbe Kennung wie an den Gruppenadressen, die an ihm hängen. Folgt die Anlage keinem Namensschema, trägt der Baustein stattdessen die Beschriftung des Elements ("Licht dimmen Küche").

Das Symbol links in der Kopfzeile führt eine Ebene höher: von der Raumseite auf die Übersicht des Geschosses und von dort auf die Startseite. Nur die oberste Seite trägt kein solches Symbol.

Trägt derselbe Raumname in mehreren Geschossen auf - etwa "Bad" im Erdgeschoss und im Obergeschoss -, wird dem Seitennamen der Geschossname vorangestellt. Ohne das würden beide auf gleichnamige Seiten zeigen und der zweite Raum entfiele.

Empfohlene Benennung der Gruppenadressen

Der Generator kann nur zuordnen, was in den Namen steht. Die folgende Benennung wird von den mitgelieferten Standardregeln vollständig erkannt. Sie ist keine Pflicht - jede Regel lässt sich ändern - aber sie ist der kürzeste Weg zu einem Vorschlag, der ohne Nacharbeit passt.

Der Aufbau in einer Zeile

Gewerk . Geschoss . Raum . Gerät _ Funktion    ( Klartextname )

Beispiele:

Die vier Teile vor dem Unterstrich sind die Kennung des Geräts. Alle Adressen mit derselben Kennung landen an einem Baustein: "_ea", "_dimm" und "_wert" von "LDA.05.03.1" gehören zu einer Leuchte. Das Kürzel zählt dabei mit - "M.05.04.1" (Markise) und "JS.05.04.1" (Senkrechtmarkise) sind zwei verschiedene Geräte, obwohl beide die Nummer 1 tragen. Deshalb muss ein Gerät in allen seinen Adressen dasselbe Kürzel tragen; schreibt man einmal "LD" und einmal "LDA", entstehen zwei Elemente.

Was wohin gehört

Kürzel für das Gewerk

Das Kürzel steht am Anfang und endet mit einem Punkt.

Ist kein Kürzel vorhanden, greift ersatzweise der Name der Mittelgruppe (Dimm, Jalousie, Storen, Raffstore, Rollo, Markise, Beschattung, Heizung, Licht, Beleuchtung, Steckdose, Schalten).

Endungen für die Funktion

Die Endung steht nach einem Unterstrich am Ende des Namens, vor dem Klammertext.

Rückmeldungen

Eine Rückmeldung wird auf zwei Wegen erkannt: an der Endung _status, _fb oder _rm am Ende des Namens, oder daran, dass die Adresse in einer Mittelgruppe mit "Status" oder "Rückmeldung" im Namen steht. Der Generator macht dann aus der Funktion die Rückmeldung dazu:

Wichtig ist die Reihenfolge im Namen: der Zusatz gehört hinter die Grundfunktion. "_wert_status" wird als Rückmeldung des Wertes erkannt, "_status_wert" dagegen nicht.

Zu Auf/Ab, Schritt/Stopp und den Temperaturen gibt es keine Rückmeldung. Eine solche Adresse erscheint im Baum, wird aber keinem Eingang zugewiesen.

Woher der Raumname kommt

Im Schema ist der Raum zunächst nur eine Nummer. Den Klartextnamen holt sich der Generator aus den runden Klammern - und zwar aus allen Adressen des Raums:

Mehrere gleiche Geräte in einem Raum

Sie unterscheiden sich über die Gerätenummer im Schema (01, 02, 03). Der Name des Geräts kommt wie beim Raum aus dem Klammertext, hier aus den Klammern dieses einen Geräts. Steht am Ende des Raumnamens eine Himmelsrichtung - "Küche Süd", "Küche West" - so wird daraus ein Raum "Küche" mit zwei Geräten, die die Richtung im Namen behalten.

Was nicht funktioniert

Hinweise