Block Kontaktüberwachung| Der
Baustein sammelt alle Fenster- und Türkontakte des Gebäudes an einer
Stelle und beantwortet daraus die Fragen, die im Alltag gestellt
werden: Ist noch etwas offen? Welches Fenster ist offen? Steht bei
Regen ein Dachfenster offen? Steht ein Fenster länger offen als
vorgesehen? Die Abwesenheit kommt wie bei allen Block-Bausteinen aus dem Baustein „Block Anwesenheit"; der Eingang AB wirkt zusätzlich. Die Kontakte werden nicht einzeln verdrahtet, sondern über eine Kontaktliste im Parameter „Kontakte" zugeordnet. Je Kontakt werden die Gruppenadresse, ein Name, der Raum und der Typ (Fenster, Tür, Dachfenster) hinterlegt. Adressen lassen sich mit der Maus aus dem Variablenfenster in die Liste ziehen; eine Mehrfachauswahl füllt mehrere Zeilen auf einmal. Ein Kontakt wird immer über eine Adresse ausgewertet. Soll ein Signal überwacht werden, das nur als gezeichnete Verbindung vorliegt, legen Sie dafür eine interne Adresse an und geben diese hier an. Beim Start der Steuerung übernimmt der Baustein den Anfangszustand aus den Adressen des Projektes; jede weitere Änderung erreicht ihn danach über die Telegramme. Er fordert dafür selbst nichts zum Lesen an. Ist der Zustand einer Busadresse beim Start noch nicht bekannt, setzen Sie an der Adresse „beim Start lesen" oder verwenden Sie den Baustein „KNX lesen Trigger". Ein Kontakt ohne gültige Adresse gilt als unbekannt: er zählt weder als offen noch als geschlossen und löst keine Warnung aus. Die Ausgänge wechseln nur bei einer echten Änderung. Auch bei einer großen Anzahl Kontakte entsteht dadurch keine Dauerbelastung der Adressen. Das passende Bedienelement ist Block Kontaktüberwachung. Es zeigt die Liste der offenen Kontakte mit Raum und Dauer und muss mit diesem Funktionsbaustein verknüpft werden. |
Eingänge |
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| AB |
Abwesend |
1 = niemand zu Hause. Steht ein Kontakt offen, wird nach
der eingestellten Verzögerung die Warnung gesetzt. Der Eingang wirkt zusätzlich zur zentralen Anwesenheit: wie jeder andere Block-Baustein wertet die Kontaktüberwachung den Zustand des Bausteins „Block Anwesenheit" selbst aus. „Abwesend" und „Urlaub" gelten dort beide als abwesend. Der Eingang muss deshalb nur verknüpft werden, wenn die Abwesenheit aus einer anderen Quelle kommen soll. |
| RE |
Regen |
1 = es regnet. Je nach Einstellung lösen nur die
Dachfenster oder alle Kontakte eine Warnung aus. |
| FR |
Außentemperatur |
Aktuelle Außentemperatur in °C. Liegt sie unter dem
eingestellten Wert und steht ein Kontakt offen, wird die Warnung
gesetzt. Ist der Eingang nicht verknüpft, entfällt die Frostwarnung. |
| QU |
Quittieren |
Eine steigende Flanke quittiert die Meldung. Der Ausgang
ME fällt zurück und wird erst wieder gesetzt, wenn die Ursache
zwischenzeitlich weggefallen ist und erneut auftritt. |
Ausgänge |
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| OF |
Irgendetwas offen |
1 wenn mindestens ein Kontakt offen ist. |
| GE |
Irgendetwas gekippt |
1 wenn mindestens ein Kontakt gekippt ist. |
| AN |
Anzahl offen |
Anzahl der offenen Kontakte. |
| AG |
Anzahl gekippt |
Anzahl der gekippten Kontakte. |
| WA |
Warnung |
1 wenn eine der drei Warnungen ansteht: offen bei
Abwesenheit, offen bei Regen oder offen bei Frost. |
| LA |
Lange offen |
1 wenn mindestens ein Kontakt länger offen steht als für
seinen Typ eingestellt. Gerechnet wird mit dem Zeitpunkt der letzten
Änderung; ein Neustart der Steuerung setzt die Dauer nicht zurück. |
| ME |
Meldung |
Löst eine Meldung aus. Der Ausgang wird üblicherweise auf
einen Meldungs-Baustein gelegt. Wann er schaltet, bestimmt der Parameter
„Meldung auslösen". |
| ST |
Status |
Statusnummer für die Visualisierung. Die Zahl ist die
Summe der zutreffenden Zustände: 1 = etwas offen, 2 = etwas gekippt, 4 =
Warnung Abwesenheit, 8 = Warnung Regen, 16 = Warnung Frost, 32 = lange
offen, 64 = ein Kontakt ist unbekannt, 128 = Meldung steht an. |
Parameter |
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| Kontakte |
Öffnet den Dialog mit der Kontaktliste. Dort wird
festgelegt, welche Kontakte der Baustein überwacht. Der Aufbau des
Dialogs ist weiter unten unter „Kontaktliste" beschrieben. |
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| Entprellzeit |
Ein neuer Zustand wird erst übernommen, wenn er so lange
unverändert ansteht. Ohne Entprellung würden kurze Zustandswechsel Text
und Meldung flackern lassen. |
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| Lange offen Fenster |
Zeit, ab der ein offenes Fenster als zu lange offen gilt.
0 = Überwachung für diesen Typ aus. |
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| Lange offen Tür |
Dieselbe Zeit für Türen. Sie ist üblicherweise deutlich
kürzer als bei Fenstern. |
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| Lange offen Dachfenster |
Dieselbe Zeit für Dachfenster. |
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| Warnung bei Abwesenheit |
Schaltet die Warnung „offen bei Abwesenheit" ein. |
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| Verzögerung Abwesenheit |
Wartezeit, bevor die Warnung bei Abwesenheit gesetzt
wird. Sie ist notwendig, damit die Warnung nicht schon beim Zusperren der
Haustür anspricht. |
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| Warnung bei Regen |
„Nur Dachfenster" oder „Alle Kontakte". In beiden Fällen
gilt die Warnung nur für Kontakte, bei denen „In Warnung" gesetzt ist. |
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| Warnung bei Frost unter |
Außentemperatur in °C, ab der ein offener Kontakt eine
Warnung auslöst. |
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| Meldung auslösen |
Bestimmt, wann der Ausgang ME schaltet: bei einer
Warnung, nur bei „lange offen" oder bei beidem. |
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| Push-Nachricht |
Eingeschaltet schickt die Steuerung eine Benachrichtigung
an alle angemeldeten uni-PRO APPs, sobald der Ausgang ME anzieht. Der
Betreff ist der Kommentar des Bausteins, der Text nennt die offenen
Kontakte. Eine neue Nachricht ersetzt die vorige, sie reihen sich also
nicht auf. Diese Einstellung ist die Vorgabe: sobald der Anwender die Benachrichtigung im Bedienelement ein- oder ausschaltet, gilt seine Entscheidung. |
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Kontaktliste |
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| Der
Dialog wird über den Parameter „Kontakte" geöffnet. Er bleibt geöffnet
und bedienbar, solange daran gearbeitet wird – so lassen sich
Adressen aus dem Variablenfenster hereinziehen. Einen Kontakt anlegen: Ziehen Sie eine Gruppenadresse aus dem Variablenfenster in die Liste. Für jede gezogene Adresse entsteht eine Zeile; der Kommentar der Adresse wird als Name übernommen. Ziehen Sie auf eine vorhandene Zeile, ersetzt die Adresse den bisherigen Eintrag – die Spalte, auf der Sie ablegen, entscheidet dabei zwischen „Adresse offen" und „Adresse gekippt". Ein Klick auf eine Adresse springt im Variablenfenster an diese Stelle. Der Knopf „Hinzufügen" legt keine Zeile an, sondern blendet das Variablenfenster ein: ein Kontakt entsteht immer über seine Adresse. Baustein wählen: Ist der Kontakt im Projekt bereits als Block-Baustein angelegt, übernimmt dieser Knopf ihn direkt. Er zeigt die vorhandenen Bausteine Block Schalter, Block Dimmer und Block Jalousie – je Programmseite ein Untermenü, dazu eine Suche über alle Seiten, genau wie beim Verknüpfen eines Bedienelements. Nach der Auswahl entsteht eine Zeile mit dem Kommentar des Bausteins als Name und seiner Statusadresse: beim Schalter und beim Dimmer die Statusadresse des Schaltzustands, bei der Jalousie der Status der Höhe. Ist keine Statusadresse verknüpft, wird die Schaltadresse genommen. Hat der Baustein noch gar keine Variablen, erscheint ein Hinweis – erzeugen Sie die Variablen dort zuerst. Bei der Jalousie ist die Höhe ein Prozentwert. Soll die ganz geöffnete Jalousie als „offen" zählen, setzen Sie in dieser Zeile „Invertieren". Mit „Auf" und „Ab" wird die Reihenfolge geändert. Sie bestimmt, in welcher Reihenfolge gleichnamige Räume im Text erscheinen. |
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Spalten der Kontaktliste |
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| Adresse offen |
Die Gruppenadresse des Kontaktes, Datentyp „EIS 1: Bit
schalten". 1 bedeutet offen, 0 bedeutet geschlossen. Sie ist die
Pflichtangabe je Zeile: ohne gültige Adresse bleibt der Kontakt dauerhaft
unbekannt und wird nicht ausgewertet. |
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| Adresse gekippt |
Zweite, freiwillige Adresse für Fenster mit
Dreh-Kipp-Beschlag, die „gekippt" getrennt melden (z.B. ein
Griffsensor mit drei Stellungen oder zwei Reedkontakte). Meldet diese
Adresse 1, gilt das Fenster als gekippt und nicht als offen –
„gekippt" hat also Vorrang, weil viele Geber bei gekipptem Fenster beide
Meldungen liefern. Bleibt das Feld leer, kennt der Kontakt nur die beiden
Zustände offen und geschlossen; die Ausgänge GE und AG bleiben für ihn
dann immer 0. |
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| Kommentar |
Der Kommentar der Adresse aus dem Variablenfenster. Nur
Anzeige zur Orientierung, er wird nicht gespeichert. |
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| Name |
Bezeichnung des Kontaktes, z.B. „Fenster". Dieser Name
erscheint im Bedienelement und in der Push-Nachricht. Beim Hereinziehen
wird der Kommentar der Adresse vorbelegt. |
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| Raum |
Raum, in dem der Kontakt sitzt, z.B. „Bad". Der Raum wird
dem Namen vorangestellt (also „Bad Fenster") und ist zugleich der
Sortierschlüssel im Bedienelement. |
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| Typ |
Fenster, Tür oder Dachfenster. Der Typ entscheidet, welche
der drei Zeiten „lange offen" für diesen Kontakt gilt und ob er bei Regen
eine Warnung auslöst, wenn „Warnung bei Regen" auf „Nur Dachfenster"
steht. |
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| Invertieren |
Dreht die Bedeutung des Kontaktes um. Nötig bei Gebern,
die im geschlossenen Zustand 1 melden (Öffner statt Schließer). |
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| In Warnung |
Bestimmt, ob dieser Kontakt bei Abwesenheit, Regen oder
Frost eine Warnung auslöst. Ausgeschaltet zählt der Kontakt weiterhin bei
OF, GE, AN, AG und im Text mit, löst aber nie WA aus. Sinnvoll z.B. für
eine Innentür oder ein Fenster, das absichtlich dauerhaft gekippt bleibt. |
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