Übersicht Heizkurve

Mit diesem Funktionsbaustein wird eine Heizkurve berechnet.



Eingänge

FG
Freigabe
Freigabe. Ist dieser Eingang nicht belegt, ist die Berechnung automatisch freigegeben. Ohne Freigabe wird als Vorlauf Sollwert 0 ausgegeben. Ist dieser mit der Logik Mischer verknüpft, fährt dieser bei Sollwert 0 zu und schaltet die Heizkreispumpe ab.
SW
Raumsollwert*
Sollwert für die zu erreichende Raumtemperatur.
RT
Raumtemperatur
Raumtemperatur. Dieser Eingang ist optional. Wenn dieser Eingang belegt ist und im Parameter "Raumfühlereinfluss" ein Wert größer 0 eingestellt ist, erfolgt bei zu niedriger Raumtemperatur eine Erhöhung bzw. bei zu hoher eine Verringerung der Vorlauftemperatur.
AT
Außentemperatur*
Außentemperatur.
HK
Heizkurve/Steilheit*
Steilheit der Heizkurve, diese kann von + 3 bis - 3 eingestellt werden und beeinflusst entsprechend die Berechnung der Vorlauf Solltemperatur anhand der Außentemperatur.
PV
Parallelverschiebung
Dieser Wert wird zur berechneten Vorlauf Solltemperatur addiert.
AA Außenabschaltung Außenabschaltung. Ist dieser Eingang verknüpft wird ab dieser Temperatur der Ausgang auf 0 gesetzt. Hysterese ist 1 Grad. Ist die Temperatur beispielsweise auf 20 Grad eingestellt, wird die Außenabschaltung bei 21 Grad aktiv und 19 Grad inaktiv.

Ausgänge

VS
Vorlauf Sollwert
Berechneter Vorlauf Sollwert - wird üblicherweise mit der Logik Mischer verknüpft.
AA Außenabschaltung aktiv Ausgang 1 wenn Außenabschaltung aktiv.



Parameter

Vorlauf Minimum
Vorlauf Minimum. Die berechnete Solltemperatur wird auf dieses Minimum begrenzt.
Vorlauf Maximum
Vorlauf Maximum. Die berechnete Solltemperatur wird auf dieses Maximum begrenzt. Wichtig: Besonders bei Fußbodenheizungen sollte hier eine Begrenzung vorgegeben werden. Bei Fußbodenheizungen ist zudem immer zu prüfen ob ein thermisches Sicherungsventil vorhanden ist. Bei unsachgemäßer Parametrierung oder Hardwarefehlern können sonst Schäden an der Anlage entstehen.
Raumfühlereinfluss
Hier kann ein Raumfühlereinfluss in Prozent angegeben werden. Ist am Eingang Raumtemperatur ein Wert verknüpft, wird die Abweichung Soll-Istwert prozentual auf den Vorlauf Sollwert addiert.


Heiz- Kühlkurve


Mit diesem Funktionsbaustein wird eine Heizkurve und eine Kühlkurve berechnet.



Eingänge

FG
Freigabe gesamt
Freigabe der Berechnung. Ist dieser Eingang nicht belegt, ist die Berechnung automatisch freigegeben. Ohne Freigabe wird als Vorlauf Sollwert 0 ausgegeben. Ist dieser mit der Logik Mischer verknüpft, fährt dieser bei Sollwert 0 zu und schaltet die Heizkreispumpe ab.
SW
Raumsollwert*
Sollwert für die zu erreichende Raumtemperatur.
RT
Raumtemperatur
Raumtemperatur. Dieser Eingang ist optional. Wenn dieser Eingang belegt ist und im Parameter "Raumfühlereinfluss" ein Wert größer 0 eingestellt ist, erfolgt bei zu niedriger Raumtemperatur eine Erhöhung bzw. bei zu hoher eine Verringerung der Vorlauftemperatur.
AT
Außentemperatur*
Außentemperatur.
HK
Heizkurve*
Steilheit der Heizkurve, diese kann von + 3 bis - 3 eingestellt werden und beeinflusst entsprechend die Berechnung der Vorlauf Solltemperatur anhand der Außentemperatur.
HP
Heizen Parallelverschiebung
Dieser Wert wird zur berechneten Vorlauf Solltemperatur addiert.
FK
Kühlen Freigabe
Freigabe kühlen. Ist dieser Eingang nicht belegt, wird immer die Heizkurve berechnet. Bei Freigabe wird die Kühlkurve statt der Heizkurve am Ausgang ausgegeben.
KK
Kühlkurve
Steilheit der Kühlkurve, diese kann von + 3 bis - 3 eingestellt werden und beeinflusst entsprechend die Berechnung der Vorlauf Solltemperatur anhand der Außentemperatur.
KP
Kühlen Parallelverschiebung
Dieser Wert wird zur berechneten Vorlauf Solltemperatur addiert.



Ausgänge

VS
Vorlauf Sollwert
Berechneter Vorlauf Sollwert - wird üblicherweise mit der Logik Mischer verknüpft.



Parameter

Heizen Vorlauf Minimum
Vorlauf Minimum Heizkurve. Die berechnete Solltemperatur wird auf dieses Minimum begrenzt.
Heizen Vorlauf Maximum
Vorlauf Maximum Heizkurve. Die berechnete Solltemperatur wird auf dieses Maximum begrenzt. Wichtig: Besonders bei Fußbodenheizungen sollte hier eine Begrenzung vorgegeben werden. Bei Fußbodenheizungen ist zudem immer zu prüfen ob ein thermisches Sicherungsventil vorhanden ist. Bei unsachgemäßer Parametrierung oder Hardwarefehlern können sonst Schäden an der Anlage entstehen.
Heizen Raumfühlereinfluss
Hier kann ein Raumfühlereinfluss in Prozent angegeben werden. Ist am Eingang Raumtemperatur ein Wert verknüpft, wird die Abweichung Soll-Istwert prozentual auf den Vorlauf Sollwert addiert.
Kühlen Vorlauf Minimum Vorlauf Minimum Kühlkurve. Die berechnete Solltemperatur wird auf dieses Minimum begrenzt. Wichtig: Hier sollte immer eine Begrenzung vorgegeben werden damit bei unsachgemäßer Parametrierung keine Schäden durch Kondensation entstehen können.
Kühlen Vorlauf Maximum Vorlauf Maximum Kühlkurve.
Kühlen Raumfühlereinfluss Hier kann ein Raumfühlereinfluss in Prozent angegeben werden. Ist am Eingang Raumtemperatur ein Wert verknüpft, wird die Abweichung Soll-Istwert prozentual auf den Vorlauf Sollwert addiert. Im Kühlbetrieb bedeutet das: Bei zu warmem Raum sinkt der Vorlauf (es wird stärker gekühlt), bei zu kühlem Raum steigt er.


Heiz- und Kühlkurve einfach erklärt

Der Baustein berechnet automatisch die richtige Vorlauftemperatur (die Wassertemperatur, die zum Mischer geschickt wird) – passend zur aktuellen Außentemperatur. Der Grundgedanke: Je kälter es draußen ist, desto mehr muss geheizt werden; je heißer es draußen ist, desto mehr muss gekühlt werden. So muss niemand von Hand nachregeln.

Bei rund 20 °C Außentemperatur liegt der Vorlauf genau auf dem Raumsollwert (Neutralpunkt). Erst darunter (Heizen) bzw. darüber (Kühlen) weicht er davon ab.

1. Steilheit (Eingang „Heizkurve“ bzw. „Kühlkurve“)

Die Steilheit bestimmt, wie stark der Vorlauf auf eine Änderung der Außentemperatur reagiert – vergleichbar mit einer Empfindlichkeit oder Verstärkung. Ein größerer Wert macht die Kurve steiler, ein kleinerer flacher.

Beispiel Heizen – Raumsollwert 22 °C, bei +5 °C Außentemperatur:

Steilheit0,250,51,0
Vorlaufca. 26 °Cca. 31 °Cca. 39 °C

Gleiche Außentemperatur, aber je größer die Steilheit, desto wärmer der Vorlauf. Beim Kühlen ist es umgekehrt: größere Steilheit → kälterer Vorlauf bei gleicher Außentemperatur (mehr Kühlung).

Tipp: Übliche Werte liegen klein (ca. 0,2–1,5). Ein sehr großer Wert (z. B. 5) führt dazu, dass der Vorlauf sofort an die Min-/Max-Grenze läuft und sich dann scheinbar „nichts mehr ändert“.

2. Parallelverschiebung (Eingänge „Heizen/Kühlen Parallelverschiebung“)

Die Parallelverschiebung hebt oder senkt die gesamte Kurve um einen festen Betrag – unabhängig von der Außentemperatur. Sie wird einfach zur berechneten Vorlauftemperatur addiert.

Wichtig: Sie wirkt in beiden Betriebsarten gleich (sie wird nicht umgekehrt):

Damit gilt durchgängig: „+ = wärmer, - = kälter“. Das entspricht der „Niveau“-Einstellung üblicher Wärmepumpenregler.

Anwendung: Die Räume sind gleichmäßig – also bei jeder Außentemperatur – etwas zu kühl? Dann die Parallelverschiebung erhöhen, statt an der Steilheit zu drehen. Faustregel: ca. 3 °C Vorlauf bewirken grob 1 °C im Raum.

3. Vorlauf Minimum / Maximum

Diese Parameter begrenzen das Ergebnis nach unten und oben (Schutzgrenzen):

Rechenbeispiel Kühlen

Raumsollwert 22 °C, Außentemperatur 32 °C, Kühlen freigegeben: Die Kühlkurve senkt den Vorlauf deutlich unter den Sollwert (z. B. auf ca. 18 °C, begrenzt durch das eingestellte Kühlen-Minimum). Es wäre falsch, wenn der Vorlauf bei Hitze über dem Raumsollwert läge – dann würde nicht gekühlt, sondern geheizt.



Folgende Grafik stellt die resultierende Kennlinie dar:

Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Heizkurve





Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.