Übersicht Rückmeldung Überwachung

Mit diesem Funktionsbaustein wird eine Schaltadresse gegen ihre Rückmeldung überwacht. Wird auf der Schaltadresse ein neuer Wert erkannt, muss die Rückmeldung innerhalb der eingestellten Überwachungszeit denselben Wert annehmen. Bleibt die Rückmeldung aus, wird der Fehlerzähler erhöht, ein Impuls ausgegeben und die Schaltadresse wird erneut gesendet. Das wiederholt sich bis die Rückmeldung passt oder die eingestellte Anzahl der Wiederholungen erreicht ist.

So werden verlorene Telegramme, gestörte Aktoren oder ein Aktor, der nach einem Neustart in einer falschen Stellung steht, erkannt und selbsttätig korrigiert. Der Impulsausgang kann direkt mit einem Meldebaustein wie Pushover verbunden werden, zusätzlich ist ein Mailversand möglich.
Über den Parameter "Anzahl Überwachungen" können mit einem Baustein mehrere Adresspaare überwacht werden. Je Überwachung gibt es einen Eingang Schalten und Rückmeldung sowie einen Ausgang Fehler und Fehlerzähler, Eingang und Ausgang stehen sich dabei gegenüber. Die Eingänge Freigabe und Reset sowie der Ausgang Impuls Fehler gelten für den gesamten Baustein und stehen am Ende der Listen. Die eingestellten Zeiten, der Mailversand und die übrigen Parameter gelten für alle Überwachungen gemeinsam.
Wichtig: An den Eingängen Schalten und Rückmeldung dürfen ausschließlich KNX Gruppenadressen verknüpft werden, keine internen Verbindungen zu anderen Bausteinen und keine internen Adressen. Ohne KNX Adresse kann der Baustein nicht nachsenden und die Überwachung bleibt wirkungslos. Die Eingänge Freigabe und Reset dürfen dagegen auch intern verbunden werden.


Eingänge

SA / S1, S2 ...
Schalten
KNX Adresse des Schaltbefehls. Diese Adresse wird überwacht und bei fehlender Rückmeldung erneut gesendet. Je Überwachung ein Eingang.
RM / R1, R2 ...
Rückmeldung
KNX Adresse der Rückmeldung. Sie muss genau den Wert der zugehörigen Schaltadresse annehmen. Je Überwachung ein Eingang.
FR
Freigabe
Gilt für alle Überwachungen. Ist dieser Eingang verknüpft, kann die Überwachung mit 1 eingeschaltet und mit 0 ausgeschaltet werden. Ist der Eingang nicht verknüpft, ist die Überwachung immer eingeschaltet. Beim Ausschalten werden laufende Überwachungen beendet, die Fehlerzähler bleiben erhalten.
RS
Reset
Mit positiver Flanke an diesem Eingang werden die Fehlerausgänge und Fehlerzähler aller Überwachungen zurückgesetzt.

Ausgänge

ER / E1, E2 ...
Fehler
Der Ausgang ist 1 solange die Rückmeldung nicht mit der Schaltadresse übereinstimmt. Er wird selbsttätig zurückgesetzt sobald die Rückmeldung passt. Je Überwachung ein Ausgang, gegenüber dem zugehörigen Eingang Schalten.
FZ / F1, F2 ...
Fehlerzähler
Anzahl der aufgetretenen Zeitüberschreitungen. Der Zähler wird bei jeder Zeitüberschreitung um 1 erhöht. Je Überwachung ein Ausgang, gegenüber dem zugehörigen Eingang Rückmeldung.
FI
Impuls Fehler
Gilt für alle Überwachungen. Bei jeder Zeitüberschreitung wird ein Impuls mit der eingestellten Dauer ausgegeben. Dieser Ausgang kann z.B. mit einem Pushover Baustein verbunden werden um im Fehlerfall eine Nachricht zu senden.

Parameter

Anzahl Überwachungen
Anzahl der überwachten Adresspaare, 1 bis 16. Für jede Überwachung entstehen die Eingänge Schalten und Rückmeldung sowie die Ausgänge Fehler und Fehlerzähler.
Zeit Überwachung
Zeit in Sekunden, in der die Rückmeldung den Wert der Schaltadresse annehmen muss. Nach Ablauf dieser Zeit wird ein Fehler ausgelöst.
Zeit Wiederholung senden
Abstand in Sekunden, in dem die Schaltadresse nach einem Fehler erneut gesendet wird. Nach jedem Senden wird wieder die Zeit Überwachung abgewartet.
Max. Wiederholungen
Anzahl der Wiederholungen je Fehlerfall. Ist die Anzahl erreicht, wird nicht mehr gesendet und der Fehlerzähler steigt nicht weiter, der Fehlerausgang bleibt gesetzt. Mit dem Wert 0 wird unbegrenzt wiederholt. Achtung: je Fehlerfall entstehen Anzahl der Wiederholungen + 1 Zeitüberschreitungen im Fehlerzähler.
Schalttelegramm überwachen auf
Wertänderung: die Überwachung startet nur wenn sich der Wert der Schaltadresse ändert.
Telegramm: die Überwachung startet bei jedem empfangenen Telegramm auf der Schaltadresse, auch wenn der Wert gleich bleibt.
Überwachung starten
Erst bei erster Änderung: die Überwachung beginnt erst nachdem die Schaltadresse zum ersten Mal empfangen wurde.
Beim Start der Steuerung: die Rückmeldung wird bereits kurz nach dem Start der Steuerung gegen die Schaltadresse geprüft.
Rückmeldung aktiv lesen
Zusätzlicher Prüfschritt, im Auslieferungszustand ausgeschaltet. Läuft die Überwachungszeit ab ohne dass die Rückmeldung passt, wird die Rückmeldeadresse zuerst aktiv gelesen. Antwortet der Aktor mit dem richtigen Wert, war nur das Rückmeldetelegramm verloren und es wird kein Fehler gemeldet. Antwortet er gar nicht oder mit einem falschen Wert, ist er nicht erreichbar und die Fehlerbehandlung läuft wie gewohnt weiter. Beim Start der Steuerung wird die Rückmeldung ebenfalls einmal gelesen.
Zeit Antwort abwarten
Zeit in Sekunden, in der die Antwort auf die Leseanforderung eintreffen muss. Nur wirksam wenn die Rückmeldung aktiv gelesen wird.
Zeit Impuls Fehler
Dauer des Impulses am Ausgang Impuls Fehler in Sekunden.
Fehlerzähler speichern
Der Fehlerzähler bleibt nach einem Neustart der Steuerung erhalten.
Mail senden Mit diesem Parameter kann der Mailversand aktiviert werden. Je Fehlerfall und Überwachung wird einmal eine Mail gesendet, sie nennt die betroffene Überwachung und die Adressen.
Mail Adresse Empfänger. Mehrere Empfänger können durch Semikolon getrennt angegeben werden.
Mail Betreff Fehler
Betreff wenn die Rückmeldung ausbleibt.
Mail Betreff Ok Betreff wenn die Rückmeldung wieder mit der Schaltadresse übereinstimmt.



Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.