Übersicht Meldung



Der Funktionsbaustein löst eine Meldung aus, baut ihren Text und eskaliert sie, solange sie nicht quittiert wird. Verteilt wird die Meldung von der Meldezentrale: sie legt fest, wer die Meldung über welchen Weg bekommt. Maßgeblich dafür ist die Priorität der Meldung – in der Meldezentrale gibt es je Priorität eine eigene Zuordnung zu den Empfängern.

Der Baustein wird beliebig oft angelegt, üblicherweise einmal je Ereignis, das gemeldet werden soll. Eine Verdrahtung zur Meldezentrale ist nicht nötig; der Baustein findet sie selbst.

Ablauf einer Meldung:

Neustart der Steuerung: Die Eskalation rechnet mit Zeitstempeln und speichert sie dauerhaft. Nach einem Neustart läuft eine unquittierte Kette an der Stelle weiter, an der sie unterbrochen wurde. Eine Meldung, die zum Zeitpunkt des Neustarts noch in der Verzögerung stand, wird nicht nachgeholt.

Platzhalter: In Betreff und Text können die Platzhalter %1, %2 usw. verwendet werden. Sie werden durch die Werte der Werteingänge ersetzt, %1 durch den ersten Werteingang, %2 durch den zweiten usw. Aus "Temperatur %1 Grad" wird so zum Beispiel "Temperatur 50 Grad". Die Formatierung richtet sich nach dem Datentyp der verknüpften Adresse (Ganzzahl, Fließkommazahl oder String); ist keine Adresse verknüpft, wird Fließkommazahl verwendet. %% ergibt ein einzelnes Prozentzeichen.



Eingänge

AU
Auslösen
Löst die Meldung aus. Wann genau, legt der Parameter Trigger fest. Eine bereits laufende, noch nicht quittierte Meldung wird durch ein erneutes Auslösen nicht zurückgesetzt. Für diesen Eingang wird bewusst keine Adresse erzeugt: der Auslöser kommt aus dem Programm oder von einer bereits vorhandenen Adresse.
QU
Quittieren
Eine steigende Flanke quittiert die Meldung: die Eskalation stoppt, AK und UQ fallen ab und die Stufe wird auf 0 gesetzt.
SP
Sperren
Solange dieser Eingang 1 ist, löst die Meldung nicht aus. Eine bereits laufende Kette wird beendet.
W1..W8
Wert
Optionale Werte für die Platzhalter %1 bis %8 in Betreff und Text. Die Anzahl wird über den Parameter Anzahl Werteingänge eingestellt.

Ausgänge

AK
Meldung aktiv
1, solange die Meldung läuft, also ab dem Auslösen bis zum Quittieren. Ist keine Quittierung erforderlich, steht der Ausgang nach dem Senden kurz an und fällt dann wieder ab.
UQ
Unquittiert
1, wenn die Meldung gesendet und noch nicht quittiert wurde. Alle unquittierten Meldungen werden in der Meldezentrale am Ausgang AN gezählt.
ST
Stufe
Zuletzt gesendete Eskalationsstufe. 0 bedeutet, dass noch nichts gesendet wurde, 1 ist die normale Zustellung.
TX
Meldungstext
Der erzeugte Meldungstext mit eingesetzten Platzhaltern.

Parameter

Trigger
  • Steigende Flanke: Meldung wird bei 0-1 ausgelöst.
  • Fallende Flanke: Meldung wird bei 1-0 ausgelöst.
  • Wertänderung: Meldung wird bei jeder Änderung des Eingangswertes ausgelöst. Beim Anlauf der Steuerung werden die Anfangswerte übernommen, ohne dass eine Meldung entsteht.
  • Telegramm: Meldung wird bei jedem Telegramm auf die verknüpfte Adresse ausgelöst, auch wenn sich der Wert dabei nicht ändert.
  • Telegramm 1: Meldung wird bei einem Telegramm mit einem Wert ungleich 0 ausgelöst.
  • Telegramm 0: Meldung wird bei einem Telegramm mit dem Wert 0 ausgelöst.
Die drei telegrammbezogenen Arten setzen eine Adresse am Eingang AU voraus. Ist der Eingang mit einem anderen Baustein verdrahtet, gibt es kein Telegramm und die Meldung löst nicht aus; dafür sind die beiden Flanken und die Wertänderung gedacht.
Priorität
Information, Warnung, Alarm oder Kritisch. Die Priorität entscheidet, wer die Meldung bekommt: es gilt die Zeile dieser Priorität in der Zuordnung der Meldezentrale. Nur die Priorität Kritisch kann Ruhezeit und Stummschaltung durchbrechen. Die Priorität wird ausserdem an die Dienste weitergegeben, bei Pushover zum Beispiel als Notfallmeldung mit Bestätigung.
Betreff
Betreff der Meldung. Er wird als Betreff der E-Mail und als Titel der Push-Meldung verwendet. Bleibt das Feld leer, wird uni-PRO eingesetzt.
Text
Text der Meldung, mit Platzhaltern %1 bis %8 für die Werteingänge.
Verzögerung
Wartezeit in Sekunden zwischen dem Auslösen und dem Senden. Damit lassen sich kurze Störungen ausblenden, die sich von selbst wieder beheben.
Quittierung erforderlich
Ist der Parameter gesetzt, bleibt der Ausgang UQ bis zum Quittieren stehen und die Eskalationsstufen werden abgearbeitet. Ohne Quittierung wird die Meldung einmal gesendet und ist danach beendet.
Eskalationsstufen
Öffnet die Tabelle der Stufen. Stufe 1 ist immer die normale Zustellung nach der Zuordnung in der Meldezentrale; die Tabelle beschreibt die Stufen danach. Je Stufe werden die Wartezeit in Sekunden, die Empfängergruppen und optional eine abweichende Priorität eingetragen. Die Gruppen werden über einen Knopf ausgewählt; angezeigt werden die Namen, die in der Meldezentrale vergeben wurden.
Anzahl Werteingänge
Anzahl der Werteingänge (0 bis 8) für die Platzhalter %1 bis %8.

Beispiel: Eine Störmeldung der Heizung soll zuerst an den Haustechniker gehen und, wenn sie nach zehn Minuten nicht quittiert ist, zusätzlich an die Bereitschaft. Dazu wird der Haustechniker in der Meldezentrale der Gruppe 1 und die Bereitschaft der Gruppe 2 zugeordnet. In der Zuordnung wird bei der Priorität Alarm der Haustechniker angekreuzt, die Meldung selbst bekommt die Priorität Alarm. In den Eskalationsstufen wird eine Stufe mit 600 Sekunden Wartezeit und der Gruppe 2 eingetragen.