Übersicht MQTT GDAS

Mit diesem Funktionsbaustein wird die Steuerung mit dem GDAS Server verbunden. Die Verbindung erfolgt ausschließlich verschlüsselt (TLS).

Anlagen-Kennung und Passwort werden vom Portal vergeben und im Baustein eingetragen. Ohne diese Angaben baut der Baustein keine Verbindung auf. Die Kennung ist zugleich der Benutzername am Server und die Kennung der Anlage im Portal. Sie gehört zum Projekt: wird die Steuerung getauscht und das Projekt auf das Ersatzgerät übertragen, bleibt die Anlage im Portal dieselbe.

Es nehmen nur die in der Filtertabelle eingetragenen Variablen (Adressen) an der Übertragung teil – sowohl beim Senden an den Server als auch beim Empfang vom Server. Nachrichten zu Adressen, die nicht in der Tabelle stehen, werden verworfen. Die Übertragung ist bidirektional: Werte werden an den GDAS Server gesendet und können von dort auch wieder geschrieben werden.

Für jede Variable kann zusätzlich eine Abweichung und eine Zeit angegeben werden, um die Anzahl der gesendeten Nachrichten zu reduzieren.

KNX-Manager Import: Beim Import eines Projektes aus dem KNX-Manager wird dieser Baustein automatisch angelegt (falls noch nicht vorhanden) und die Filtertabelle aktualisiert. Eingetragen werden nur die importierten Adressen, die an Funktionsbausteinen verknüpft wurden. Bereits eingestellte Werte für Abweichung und Zeit bleiben dabei erhalten, neue Adressen starten mit 0/0; nicht mehr verknüpfte Adressen werden aus der Tabelle entfernt.

Wichtig: Die Option GDAS muss in der Lizenz der Steuerung freigeschaltet sein, ohne Freischaltung baut der Baustein keine Verbindung auf.

Pro Steuerung darf nur ein Baustein verwendet werden.



Ausgänge

VB
Verbunden
Ausgang ist 1 wenn mit dem GDAS Server verbunden.

Parameter


Filter
Über die Schaltfläche "..." wird der Filter­-Dialog geöffnet. Hier wird festgelegt, welche Variablen mit dem GDAS Server ausgetauscht werden. Variablen werden per Drag&Drop aus dem Variablenfenster in den Dialog gezogen. Je Variable kann eine Abweichung und eine Zeit eingestellt werden (siehe Tabelle "Filter­-Dialog" weiter unten).

Anlagen-Kennung
Vom Portal vergebene Kennung der Anlage, zugleich Benutzername am MQTT-Server. Pflichtangabe.

Anlagen-Passwort
Vom Portal vergebenes Passwort am MQTT-Server. Pflichtangabe.

Fernzugriff
Über die Schaltfläche "..." wird der Dialog für den Fernzugriff auf Geräte im Anlagennetz geöffnet (siehe Abschnitt "Fernzugriff auf Geräte im Anlagennetz" weiter unten).




Filter-Dialog

Adresse
Die zu übertragende Variable. Variablen werden per Drag&Drop aus dem Variablenfenster hinzugefügt. Ein Klick auf die Adresse markiert die Variable im Variablenfenster.
Abweichung
Mindestabweichung des Wertes, ab der eine neue Nachricht gesendet wird. Bei 0 wird jede Wert­änderung gesendet.
Zeit
Zeit in Sekunden zur Begrenzung der Senderate. Beim Hinzufügen einer Variable, die keine Bitvariable (EIS 1) ist, wird automatisch 120 Sekunden vorgeschlagen.
Kommentar
Kommentar der Variable aus dem Variablenfenster (nur zur Information, wird nicht übertragen).

Das Zusammenspiel von Abweichung und Zeit bestimmt, wann eine Variable gesendet wird:

Übertragung

Die Werte werden unter dem Topic GDAS/<Benutzer>/ADDRESS-VALUE/<Hauptgruppe>/<Mittelgruppe>/<Untergruppe> veröffentlicht. Bitvariablen werden als "0"/"1" gesendet, Textvariablen als Zeichenkette, alle übrigen als Zahlenwert. Beim Empfang werden auch die Werte "on"/"true" als 1 und "off"/"false" als 0 interpretiert. Unveränderte Werte werden nicht erneut übertragen; ebenso werden empfangene Nachrichten ohne Wertänderung verworfen (verhindert Schleifen über den Server).

Unter dem Topic GDAS/<Benutzer>/CONTROLLER-INFO überträgt der Baustein zusätzlich Informationen zur Steuerung (Steuerungs­-ID, Projektname, Projekt­-Zeitstempel sowie die aktuelle Uhrzeit der Steuerung als ISO­-Zeitstring mit Zeitzone). Diese Nachricht wird beim Verbindungsaufbau und danach zyklisch alle 15 Minuten als Keep­-Alive gesendet; der genaue Sendezeitpunkt innerhalb der 15 Minuten ist zufällig, damit nicht alle Steuerungen gleichzeitig senden. Beim Start werden alle Variablen der Filtertabelle einmalig an den Server gesendet.

uniPRO Portal (Lichter und Beschattung)

Zusätzlich zur Filtertabelle überträgt der Baustein automatisch alle Bausteine Block Licht/Dimmer, Block Schalter und Block Jalousie des Projektes an das uniPRO Portal. Eine Konfiguration ist nicht notwendig — die Geräte werden beim Verbindungsaufbau gemeldet und können im Portal angezeigt und bedient werden (Schalten, Dimmen, Beschattungsposition).

Je Baustein werden nur die tatsächlich verdrahteten Anschlüsse gemeldet: Schalten/Dimmen bzw. Fahrbefehle und Position immer, wenn die Adresse belegt ist; optionale Anschlüsse wie Helligkeit, Temperatur, Fehler oder Sperre nur, wenn dort eine Variable verbunden wurde. Laufzeit, Wartung und Reset Laufzeit liefert der Baustein immer. Sensorwerte (Helligkeit, Temperatur) werden nur bei Änderung und höchstens alle 60 Sekunden gesendet.

Als Bezeichnung wird der Kommentar des Bausteins verwendet, als Raumname der Name der FB­-Seite (ohne "FB "). Beim Import aus dem KNX­-Manager sind beide automatisch passend gesetzt.

Schaltuhr: Die Schaltzeiten der zugehörigen Bedien­-Widgets können über das Portal gelesen und geändert werden. Es handelt sich um dieselben Schaltzeiten, die auch in der Visualisierung am Widget eingestellt werden — Änderungen im Portal erscheinen im Widget und umgekehrt (Änderungen am Widget werden mit maximal 60 Sekunden Verzögerung an das Portal übertragen).

Weitere Bedienelemente: Neben Licht, Schalter und Jalousie werden auch Farbtemperatur, Farbwähler, Stufenschalter, Sollwert, Bewegungsmelder, Beschattung, Sicherheit Beschattung, Raumregler, Szene, Szenengruppe, Szenenablauf, Farbsequenz, Statistik, Energieübersicht, Energiemanager, Uhr, Style und Codeschalter übertragen. Bei diesen Bausteinen werden die Werte angezeigt; bedienbar sind nur die dafür vorgesehenen Anschlüsse (zum Beispiel Sollwert, Betriebsart oder Szene starten). Bei den meisten dieser Bausteine können zusätzlich die Schaltzeiten und die Werte je Anwesenheits-Zustand über das Portal geändert werden; die Anwesenheitssimulation gibt es bei Licht, Schalter, Farbtemperatur, Farbwähler und Jalousie. Nur die Werte anzeigen (ohne Einstellungen) können Sicherheit Beschattung, Energieübersicht, Energiemanager, Szenengruppe, Szenenablauf, Farbsequenz, Statistik und Uhr.

Wetterstation: Ist der Baustein Block Wetterstation im Projekt vorhanden, wird auch er automatisch übertragen. Im Portal werden die Messwerte (Temperatur, Wind, Helligkeit je Himmelsrichtung, Regen und die optionalen Werte wie Luftfeuchtigkeit oder Luftdruck), die Alarme, die Beschattungsfreigaben, die Tageswerte und das Alarm-Logbuch angezeigt. Zusätzlich können die Grenzwerte und Verzögerungen im Portal geändert werden — es sind dieselben Einstellungen wie im Bedienelement. Bedient werden kann die Wetterstation nicht, sie ist reine Anzeige.

Anwesenheits-Status: Der Anwesenheits-Status der Steuerung (Anwesend, Abwesend, Urlaub) wird ebenfalls an das Portal übertragen und kann dort umgeschaltet werden. Es ist derselbe Status, der auch über das Bedienelement Anwesenheit oder einen Taster umgeschaltet wird und der die Freigaben aller Schaltzeiten, die Anwesenheitssimulation und die Zustandswerte der Bedienelemente bestimmt. Jede Änderung wird sofort an das Portal gemeldet. Der Status wird auf der Steuerung gespeichert: nach einem Neustart gilt wieder der letzte Wert, ohne gespeicherten Wert gilt "Anwesend". Enthält das Projekt den Baustein Anwesenheit, werden zusätzlich dessen Schaltzeiten übertragen und können im Portal geändert werden. Der Baustein selbst ist dafür nicht zwingend erforderlich — ohne ihn wirkt der Status trotzdem, es fehlen nur seine Ausgänge und seine Schaltzeiten.

Wird ein Baustein aus dem Projekt entfernt, verschwindet das Gerät nach der Projektübertragung automatisch aus dem Portal.

Fernzugriff auf Geräte im Anlagennetz

Der Baustein kann zusätzlich als Zugang zu Geräten im Anlagennetz dienen. Über dieselbe Verbindung, die auch das Portal verwendet, wird eine TCP-Verbindung oder ein UDP-Datenstrom zu einem freigegebenen Gerät durchgereicht — zum Beispiel zur Weboberfläche einer Kamera, zur Konfigurationsseite eines Wechselrichters oder zu einer SSH-Sitzung. Im Kundennetz ist dafür keine Portweiterleitung notwendig, die Steuerung baut die Verbindung selbst auf.

Erreichbar sind ausschließlich die Geräte, die in der Liste eingetragen und aktiv geschaltet sind. Über die Verbindung wird nur der vergebene Name übertragen, niemals eine IP-Adresse oder ein Port — die Gegenstelle kann damit kein anderes Gerät im Kundennetz ansprechen.

Fernzugriff aktiv
Hauptschalter. Ist er nicht gesetzt, ist kein Gerät erreichbar. Bei bestehenden Projekten ist er ausgeschaltet.
Name
Bezeichnung des Gerätes, unter der es angesprochen wird. Erlaubt sind Buchstaben, Ziffern, "-" und "_", höchstens 32 Zeichen. Der Name muss im Projekt eindeutig sein.
IP-Adresse
IPv4-Adresse des Gerätes im Anlagennetz. Namen (Hostnamen) sind nicht zulässig.
Port
Port des Gerätes, zum Beispiel 80 für eine Weboberfläche, 443 für HTTPS oder 22 für SSH.
Protokoll
TCP oder UDP. TCP ist der Regelfall (Weboberflächen, SSH). UDP ist für Geräteprotokolle gedacht, die kein TCP verwenden. Bei UDP gibt es keine Verbindung: die Steuerung reicht einzelne Datagramme durch, Verluste werden nicht nachgefordert. Suchverfahren über Broadcast oder Multicast sind nicht möglich, und Protokolle, die nach dem ersten Paket auf einen anderen Port wechseln, funktionieren nicht.
Aktiv
Nur Geräte mit gesetztem Haken sind erreichbar. Damit lässt sich ein Zugang vorbereiten und erst bei Bedarf freigeben.
Kommentar
Freier Text, nur zur Information. Er wird nicht übertragen.
Schlüssel
Sichert die Übertragung ab. Der Schlüssel wird beim ersten Öffnen des Dialogs automatisch erzeugt, mit "Kopieren" in die Zwischenablage übernommen und einmalig im Portal eingetragen. Er wird selbst nie übertragen. "Neu erzeugen" macht den bisherigen Schlüssel ungültig — er muss dann im Portal neu eingetragen werden.

Gleichzeitig sind bis zu acht Verbindungen möglich. Eine Geräteseite im Browser belegt davon meist mehrere, weil ein Browser mehrere Verbindungen parallel aufbaut.

Die Geschwindigkeit richtet sich nach der Internet-Anbindung der Anlage. Bedienoberflächen und Einzelbilder sind gut nutzbar, für einen dauerhaften Videostream reicht die Bandbreite einer üblichen Anlage nicht.

Wichtig: Die übertragenen Daten sind gegen Veränderung und Fremdzugriff geschützt, aber nicht verschlüsselt. Bei Geräten mit unverschlüsselter Weboberfläche (http statt https) sollten deshalb keine Zugangsdaten verwendet werden, die auch an anderer Stelle gelten. Zusätzlich muss die Option Netzwerk Tunnel in der Lizenz der Steuerung freigeschaltet sein.

Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.