Übersicht Netzwerk Brücke

Mit diesem Funktionsbaustein wird eine Verbindung zu einer anderen Steuerung hergestellt. Damit können mehrere Steuerungen zu einem Projekt zusammengeführt werden. Beispielsweise um mehrere autarke Steuerungen mit einer zentralen Visualisierung zu verbinden.

Bei einer Verbindung werden nicht alle Variablen übertragen, sondern nur diese Hauptgruppen welche im Parameter Filter angegeben wurden.



Ausgänge

ST
Status
Status der Verbindung:
  • 0: Nicht verbunden
  • 1: Verbunden
  • 2: Verbunden und Authentifiziert
  • -1: Netzwerkfehler
  • -2: Verbindungsfehler (z.B.: IP Adresse falsch)
  • -3: Fehler Authentifizierung (Passwort falsch)
  • -4: Die Adresse der Gegenstelle konnte nicht aufgelöst werden (DNS Name unbekannt oder ungültige Angabe)
VB
Verbunden
1 wenn Verbunden und Authentifiziert sonst 0.
TI
Empfangen
Empfangene Telegramme
TO
Gesendet
Gesendete Telegramme
WC Watchdog Counter Anzeige Watchdog Counter. Zur Überwachung der Verbindung sendet die Gegenstelle zyklisch ein Lebenszeichen. Für jedes empfangene Lebenszeichen wird der Zähler erhöht. Ändert sich der Zähler mehrmals hintereinander nicht, liegt ein Problem mit der Verbindung vor und die Verbindung wird zurückgesetzt.

Parameter

Filter HG
In diesem Parameter muss mindestens eine Hauptgruppe als Filter angegeben werden. Es werden nur Variablen aus dieser Hauptgruppe übertragen. Mehrere Hauptgruppen können durch Semikolon (";") getrennt angegeben werden. Die Filter werden immer ohne Offset HG angegeben.

Der Filter wird der Gegenstelle beim Verbindungsaufbau mitgeteilt. Diese sendet dann nur noch die angeforderten Hauptgruppen, sodass nicht benötigte Werte gar nicht erst über das Netzwerk übertragen werden. Das gilt auch für den Abgleich beim Verbindungsaufbau.

Wichtig: Ist die Gegenstelle eine ältere Steuerung, kennt sie diese Mitteilung noch nicht und sendet weiterhin alle Werte. Der Filter wirkt dann wie bisher nur örtlich: es werden lediglich die Telegramme gefiltert, welche an die Runtime / Logiken übergeben werden.
Offset HG
Offset Hauptgruppe. Wenn eine Variable Empfangen wird, wird dieser Offset zur Hauptgruppe addiert, beim Senden subtrahiert. Wenn mehrere Steuerungen verbunden sind, kann über diesen Offset für jede Steuerung eine eigene Hauptgruppe definiert werden, die Hauptgruppen an den verbundenen Steuerungen können immer gleich bleiben.

Beispielsweise legt man an der zentralen Steuerung die Hauptgruppen 100,101,102 usw. an, 100 ist die erste Steuerung, 101 die zweite. An den verbundenen Steuerungen wird nur die Hauptgruppe 100 angelegt. Für die erste Steuerung wird Offset 0, für die zweite 1 usw. angegeben, damit können die Projekte an den Verbundenen Steuerungen immer gleich sein.
Filter Zeit Filter Zeit in Sekunden. Mit diesem Parameter werden Telegramme verzögert weiter gegeben. Ändert sich eine Adresse mehrmals innerhalb dieser Zeit, wird nur das letzte Telegramm weiter gegeben. Dieser Parameter kann verwendet werden wenn sich Variablen sehr oft ändern um die Steuerung nicht zu überlasten. Wichtig: Der Filter begrenzt nicht die tatsächlich über das Netzwerk übertragenen Daten. Es werden nur die Telegramme gefiltert welche an die Runtime / Logiken übergeben werden.
Richtung
  • Bidirektional: Die Übertragung findet in beide Richtungen statt. Bei dieser Einstellung muss man darauf achten, dass nicht Schleifen entstehen, beispielsweise Master sendet eine Variable, Slave ändert diese und sendet, Master ändert und sendet wieder usw.. Erkennen kann man solche Fehler über die Ausgänge TI/TO wenn hier in kurzer Zeit übermäßig viele Telegramme angezeigt werden.
  • Senden: Es werden nur Variablen gesendet.
  • Empfangen: Es werden nur Variablen empfangen.
IP Adresse
IP Adresse der Steuerung zu der Verbunden wird. Es können auch DNS Namen und Port angegeben werden, beispielsweise xy.dyndns.org:2000 falls die Weiterleitung des Standardports nicht möglich ist. Ohne Portangabe wird der Standardport verwendet.

Wichtig: Eine Netzwerk Brücke über das Internet ist ausdrücklich nicht empfehlenswert. Eine solche Verbindung ist nicht ausfallsicher: der Anbieter führt in der Regel eine Zwangstrennung durch, die Adresse der Gegenstelle wechselt dabei, und die Namensauflösung kann zeitweise ausfallen. Für eine Verbindung über das Internet ist ein VPN der richtige Weg, im Gebäude ein eigenes Netz.

Kann die Adresse nicht aufgelöst werden, blockiert die Steuerung nicht. Der Ausgang ST zeigt in diesem Fall -4 und der Baustein versucht es in wachsenden Abständen erneut.
Abgleich beim Verbindungsaufbau
Legt fest, welche Werte beim Aufbau der Verbindung einmalig abgeglichen werden. Danach wird wie gewohnt jede Änderung übertragen.
  • Aus: Es wird nichts abgeglichen. Sinnvoll bei sehr langsamen Verbindungen.
  • Empfangen: Die Werte der Gegenstelle werden angefordert und übernommen. Das ist die Vorgabe und das bisherige Verhalten.
  • Senden: Die eigenen Werte werden an die Gegenstelle gesendet. Damit arbeitet die Gegenstelle nach einem Neuaufbau nicht mit veralteten Werten.
  • Bidirektional: Zuerst werden die Werte der Gegenstelle übernommen, danach werden nur jene Adressen gesendet, welche die Gegenstelle nicht gemeldet hat. Für gemeinsame Adressen gewinnt also der Stand der Gegenstelle. Soll der eigene Stand gewinnen, ist Senden zu wählen.
Wichtig: Die Richtung begrenzt den Abgleich. Was die Richtung nicht zulässt, wird auch nicht abgeglichen - bei Richtung Empfangen wird also nichts gesendet.
Passwort
Passwort, dies ist das Passwort welches beim einrichten einer Verbindung zur Steuerung angegeben wird.


Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.