Wallbox NRGkick| Mit
diesem Funktionsbaustein wird ein NRGkick Ladekabel gesteuert. In
der Betriebsart Automatik wird der Ladestrom so geregelt, dass nur
der PV Überschuss geladen wird. Der Baustein kann mit zwei Geräteausführungen sprechen. Welche verwendet wird, stellt der Parameter API Variante ein:
Das Gerät sollte eine fixe IP Adresse im lokalen Netzwerk haben. Es wird ausschließlich lokal kommuniziert, eine Verbindung ins Internet ist nicht notwendig. Wichtig: Fällt die Verbindung zum Gerät aus, behält das Ladekabel den zuletzt gesendeten Ladestrom bei und lädt damit weiter. Die Ladung wird also nicht automatisch beendet. Der Ausgang Fehler Kommunikation meldet den Ausfall. |
Eingänge |
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| BA |
Betriebsart* |
Betriebsart:
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| LM |
Ladestrom manuell A |
Vorgabe Ladestrom für die Betriebsart Manuell in
Ampere. Ist der Eingang nicht verbunden, wird mit dem Parameter
Ladestrom Minimum geladen. |
| PU |
Überschuss aktuell* |
PV Überschuss in W. Der Eingang darf nicht auf 0
begrenzt werden, es müssen positive und negative Werte am Eingang
kommen damit die Regelung richtig reagieren kann. Mit dem Parameter
Typ Überschuss kann eingestellt werden ob positiv oder negativ
Überschuss bedeutet. Der Wert muss die Bilanz am Netzübergabepunkt sein, also den Verbrauch der Wallbox mitrechnen. Sonst sinkt der Überschuss beim Laden nicht und die Regelung fährt bis zum maximalen Ladestrom hoch. |
| LE | Sitzung kWh Soll | Maximale Ladeenergie der aktuellen Ladung in kWh. Wird dieser Wert erreicht, wird die Betriebsart auf Aus gestellt und der Eingang wieder auf 0 gesetzt. Bei 0 ist die Funktion deaktiviert. |
| FG | Freigabe | Zusätzliche Freigabe der Überschussregelung. Ist der Eingang nicht verbunden, ist die Regelung immer freigegeben. |
Ausgänge |
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| ER |
Fehler Kommunikation |
Ausgang ist 1 wenn das Gerät über das Netzwerk nicht
erreichbar ist oder wenn die lokale API in der NRGkick App nicht
freigeschaltet wurde. Im zweiten Fall steht der Grund als Klartext
im Log. In der Betriebsart Offline bleibt der Ausgang auf 0, auch wenn das Ladekabel nicht erreichbar ist. Siehe Eingang Betriebsart. |
| LA | Ladeenergie aktuell | Geladene Energie der laufenden Ladung in kWh. |
| LG | Ladeenergie gesamt | Insgesamt mit diesem Ladekabel geladene Energie in kWh. |
| LL | Ladeleistung aktuell | Aktuelle Ladeleistung in kW. Dieser Wert steuert zugleich die Regelung: erst ab 0,5 kW gemessener Ladeleistung wird über den minimalen Ladestrom hinaus geregelt. Solange das Fahrzeug noch nicht lädt, bleibt der Sollwert auf dem Minimum. |
| LS | Ladestatus | Ausgang ist 1 wenn gerade geladen wird. |
| UA | Überschussladung aktiv | Ausgang ist 1 wenn die Überschussregelung in der Betriebsart Automatik aktiv ist. |
| SS | Ladestrom Sollwert A | Sollwert der an das Ladekabel gesendet wird. |
| SI | Ladestrom Sollwert Status A | Rückmeldung des eingestellten Ladestroms vom Gerät. Die Rückmeldung kann sich vom Sollwert unterscheiden wenn z.B. parallel über die NRGkick App verstellt wird. Der Baustein erkennt das und schreibt seinen Sollwert erneut. |
| SC | Statuscode | Zustand des Gerätes:
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| FC | Fehlercode | Fehlercode des Gerätes, 0 = kein Fehler. Die Bedeutung der übrigen Codes steht in der Tabelle Fehlercodes des Gerätes weiter unten. |
| LI | Ladestrom Ist A | Tatsächlich fließender Ladestrom in Ampere. Er kann unter dem Sollwert liegen, weil viele Fahrzeuge weniger aufnehmen als vorgegeben. |
Parameter |
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| API Variante | Art der Anbindung: NRGkick Gateway für Bestandsanlagen
mit dem älteren Gateway, also Geräte der ersten Generation (Gen1,
V1). NRGkick lokale API für die aktuellen Geräte der zweiten
Generation (Gen2, V2). Bei einem neu eingefügten Baustein ist die
lokale API vorgewählt. Welche Generation vorliegt, zeigt der Aufruf der IP Adresse mit dem Zusatz /info im Browser, siehe Beschreibung am Anfang dieser Seite. |
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| IP Adresse |
IP Adresse des Gerätes im lokalen Netzwerk, bei der
Anbindung über ein Gateway dessen Adresse. Gearbeitet wird mit
Port 80. Weicht der Port davon ab, kann er bei der lokalen API mit
Doppelpunkt angehängt werden, zum Beispiel 192.168.1.30:8080. Bei
der Anbindung über das Gateway ist das nicht möglich, dort wird
immer Port 80 verwendet. Hier gehört eine IP Adresse und kein Gerätename hinein. Das Gerät sollte immer dieselbe Adresse bekommen, im Router also eine feste Zuordnung erhalten. |
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| BT MAC Ladekabel | Bluetooth Adresse des Ladekabels. Der Parameter wird
nur bei der Anbindung über das Gateway benötigt und ist deshalb nur
sichtbar, wenn die API Variante auf NRGkick Gateway steht. Das Gateway ist selbst nicht das Ladekabel, sondern vermittelt nur: es hängt am Netzwerk und spricht das Ladekabel über Bluetooth an. An einem Gateway können mehrere Ladekabel angemeldet sein, deshalb genügt dessen IP Adresse nicht. Erst die Bluetooth Adresse legt fest, welches Ladekabel gemeint ist. Steht hier eine falsche Adresse, antwortet das Gateway zwar, liefert aber keine Messwerte, und der Ausgang Fehler Kommunikation wird gesetzt. Die Adresse besteht aus sechs zweistelligen Hexadezimalzahlen, die durch Doppelpunkte getrennt sind, zum Beispiel 00:1E:C0:59:30:A0. Herausfinden lässt sie sich im Browser: die IP Adresse des Gateways mit dem Zusatz /api/devices aufrufen, also zum Beispiel http://192.168.1.200/api/devices. Das Gateway antwortet mit der Liste der bei ihm angemeldeten Ladekabel samt ihren Bluetooth Adressen. Ist nur ein Ladekabel angemeldet, steht auch nur eine Adresse in der Liste. Bei den Geräten der zweiten Generation gibt es weder ein Gateway noch eine Bluetooth Verbindung, dort entfällt der Parameter. |
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| Benutzer lokale API | Benutzername, wenn in der NRGkick App für die lokale API eine Anmeldung eingeschaltet wurde. Bleibt das Feld leer, wird ohne Anmeldung zugegriffen. Der Parameter ist nur sichtbar, wenn die API Variante auf NRGkick lokale API steht, beim Gateway gibt es keinen Benutzernamen. | |
| Passwort | Passwort des Gerätes. Bei der lokalen API gehört es zum Benutzernamen, beim Gateway ist es das Gerätepasswort. | |
| Ladestrom Minimum |
Minimaler Ladestrom in Ampere. Kleiner als 6 A ist
nicht möglich, darunter lädt kein Fahrzeug. Wird weniger Überschuss
benötigt, wird die Ladung abgeschaltet statt den Strom weiter zu
senken. Wieviel Leistung dieser Strom bedeutet, hängt von der Phasenzahl des Anschlusses ab. Bei 230 V ergeben 6 A einphasig rund 1,4 kW, zweiphasig rund 2,8 kW und dreiphasig rund 4,1 kW. So viel muss mindestens vorhanden sein, damit überhaupt geladen werden kann. Der Baustein rechnet die Phasenzahl nicht selbst mit, sie ist beim Parameter Start bei Überschuss zu berücksichtigen. Die Phasenzahl des angesteckten Aufsatzes steht in der Dokumentation der lokalen API am Gerät unter connector bei phase_count. |
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| Ladestrom Maximum |
Maximaler Ladestrom in Ampere, je nach Ladekabel und Anschluss bis 32 A. Meldet das Gerät einen kleineren Wert, gilt dieser. | |
| Verstärkung P |
Geschwindigkeit der Regelung, mit einem höheren Wert reagiert der Ausgang schneller auf eine Änderung am Eingang. | |
| Typ Überschuss | Einstellung ob am Eingang Überschuss aktuell ein positiver oder negativer Wert Überschuss bedeutet. | |
| Start bei Überschuss | Grenzwert in W. Dieser Überschuss muss überschritten
sein damit die Laderegelung beginnt. Sinnvoll ist mindestens die Leistung, die sich beim minimalen Ladestrom ergibt, siehe Parameter Ladestrom Minimum. Ein kleinerer Wert lässt die Regelung zwar starten, das Fahrzeug bezieht die fehlende Leistung dann aber aus dem Netz. |
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| Regelung ein Zeit | Zeit in Sekunden die der Überschuss über dem Grenzwert liegen muss damit die Regelung beginnt. | |
| Regelung aus Zeit | Zeit in Sekunden die kein Überschuss vorhanden sein darf bis die Regelung beendet wird. | |
| Überschuss Minimum | Minimum Überschuss in W der bei der Regelung als Reserve bleibt. Z.B. wenn kurzzeitig Verbraucher dazugeschaltet werden. | |
| Totband Ladestrom | Erst ab dieser Abweichung in Ampere wird ein neuer Sollwert an das Gerät gesendet. Ein kleiner Wert regelt feiner, ein größerer entlastet die Verbindung. | |
| Sollwert wiederholen | Zeit in Sekunden, nach der der Sollwert auch ohne Änderung erneut gesendet wird. | |
| Abfrageintervall | Zeit in Sekunden zwischen zwei Abfragen der Messwerte. Einstellbar sind 2 bis 60 Sekunden. Bei schwachem WLAN hilft ein größerer Wert. | |
| Debug | Bei Ein werden die gesendeten und empfangenen Daten im Log ausgegeben. | |
Fehlersuche |
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| Der
erste Blick geht auf die Ausgänge Fehler Kommunikation, Statuscode
und Fehlercode. Damit lässt sich bereits unterscheiden, ob die
Verbindung zum Gerät nicht zustande kommt, ob das Fahrzeug gar
nicht angesteckt ist oder ob das Ladekabel selbst eine Störung
meldet. Für alles Weitere den Parameter Debug auf Ein stellen. Dann stehen die gesendeten Anfragen (OUT) und die Antworten des Gerätes (IN) im Programm-Log. Nach der Fehlersuche Debug wieder ausschalten, da sonst bei jedem Abfrageintervall Einträge geschrieben werden. Ein einfacher Test unabhängig vom Baustein: die IP Adresse des Ladekabels im Browser öffnen, und zwar von einem Gerät aus, das im selben Netz wie die Steuerung ist. Bei freigeschalteter lokaler API erscheint dort eine Dokumentation mit den Live-Werten des Gerätes. Kommt keine Seite, liegt das Problem im Netzwerk oder am Gerät und nicht am Baustein. Warum der Test vom Mobiltelefon aus in die Irre führen kann, steht im Abschnitt Die Steuerung erreicht das Ladekabel nicht. |
Meldungen im Programm-Log
Die Steuerung erreicht das Ladekabel nicht
Der Baustein baut die Verbindung immer
von der Steuerung zum Ladekabel auf. Das Ladekabel muss deshalb aus dem
Netz der Steuerung heraus unmittelbar erreichbar sein. Das ist die
häufigste Fehlerquelle, weil das Ladekabel über WLAN angebunden ist,
die Steuerung aber meist am Kabelnetz hängt. Sind beide durch einen
Router voneinander getrennt, kommt keine Verbindung zustande, obwohl
beide Geräte für sich einwandfrei arbeiten.
Richtig prüfen: Ein Test mit dem Mobiltelefon sagt in diesem Fall
nichts aus, denn das Telefon hängt im WLAN und damit auf der Seite des
Ladekabels. Geprüft werden muss von einem Gerät aus, das im selben Netz
wie die Steuerung ist, am besten von der Steuerung selbst. Dafür lässt
sich der Baustein Netzwerk Überwachung
mit der IP Adresse des Ladekabels ins Projekt einfügen. Meldet dieser
das Gerät als nicht erreichbar, liegt der Fehler im Netzwerk und nicht
am NRGkick Baustein.
Häufige Symptome
Fehlercodes des Gerätes (Ausgang Fehlercode)
| 0 | Kein Fehler. |
| 1 | Allgemeine Störung. Das Ladekabel vom Fahrzeug und von der Versorgungsleitung trennen und neu anstecken. |
| 2 | 32 A Aufsatz an einem 16 A Gerät. Passenden Aufsatz verwenden. |
| 3 | Spannungseinbruch erkannt. Zuleitung, Steckverbindung und Absicherung prüfen, häufig ein zu schwach ausgeführter Anschluss. |
| 4 | Abziehen während der Ladung erkannt. Die Ladung wird aus Sicherheitsgründen beendet. Steckverbindung prüfen, ein wackeliger Kontakt löst das ebenfalls aus. |
| 5 | Typ 2 Aufsatz nicht freigeschaltet. |
| 16 | Fehlerstrom erkannt. Der Fehlerstromschutz des Ladekabels hat ausgelöst, weil das Fahrzeug einen zu hohen Fehlerstrom verursacht hat. Tritt das wiederholt auf, ist das Fahrzeug zu prüfen. |
| 32 | Spannungsfehler im CP Signal (Steuerleitung zum Fahrzeug). |
| 33 | Unzulässiges CP Signal. |
| 34 | Diodenfehler im Fahrzeug. Das Fahrzeug entspricht nicht der Norm oder ist defekt. |
| 48 | Selbsttest Schutzleiter fehlgeschlagen. Die Elektroinstallation und den Anschluss des Schutzleiters von einer Elektrofachkraft prüfen lassen. |
| 49 | Selbsttest Fehlerstromschutz fehlgeschlagen. |
| 50 | Selbsttest Relais fehlgeschlagen. |
| 51 | Selbsttest Schutzleiter und Fehlerstromschutz fehlgeschlagen. |
| 52 | Selbsttest Schutzleiter und Relais fehlgeschlagen. |
| 53 | Selbsttest Fehlerstromschutz und Relais fehlgeschlagen. |
| 54 | Selbsttest Schutzleiter, Fehlerstromschutz und Relais fehlgeschlagen. |
| 64 | Fehler der Versorgungsspannung. |
| 65 | Fehler der Phasenlage. |
| 66 | Überspannung erkannt. |
| 67 | Unterspannung erkannt. Das Ladekabel regelt den Ladestrom bei zu niedriger Spannung selbst zurück, um das Netz zu stützen. Bleibt der Fehler, ist die Zuleitung zu schwach oder zu stark belastet. |
| 68 | Überspannung ohne Schutzleiter erkannt. |
| 69 | Unterspannung ohne Schutzleiter erkannt. |
| 70 | Unterfrequenz erkannt. |
| 71 | Überfrequenz erkannt. |
| 72 | Unbekannter Frequenztyp. |
| 73 | Unbekannte Netzform. Tritt an Netzformen auf, die das Ladekabel nicht kennt, zum Beispiel an einem IT Netz oder an einem Wechselrichter im Inselbetrieb. |
| 80 | Übertemperatur allgemein. Ladekabel und Aufsatz abkühlen lassen, für freie Verlegung sorgen und den Ladestrom senken. |
| 81 | Übertemperatur im Gehäuse. |
| 82 | Übertemperatur im Aufsatz. |
| 83 | Übertemperatur im Schutzkontaktstecker. Bei wiederholtem Auftreten ist die Steckdose zu prüfen, sie ist für den dauerhaften Ladestrom nicht geeignet. |
Die Codes gelten für die Anbindung
über die lokale API. Beim älteren Gateway kommt der Wert aus dem
Ladekabel selbst, die Zuordnung kann dort abweichen.
Temperatur- und Schutzleiterfehler sowie ausgelöster Fehlerstromschutz
sind Fehler der Installation, der Steckdose oder des Fahrzeuges. Sie
lassen sich nicht über den Baustein beheben.
Hinweise des Herstellers
Hilfe des Herstellers