Stufenschalter| Mit diesem Funktionsbaustein wird ein
Stufenschalter realisiert. Abhängig vom Zahlenwert am Eingang ST
wird entweder genau eine Stufe eingeschaltet (Typ Exklusiv) oder es
werden alle Stufen bis zur erreichten Stufe eingeschaltet (Typ
Inklusiv). Typische Anwendungen sind Lüfterstufen, Heizstufen oder
eine Anzeige, welcher Bereich gerade erreicht ist. Für jede Stufe wird unter „Grenzwerte" ein Wertebereich Von/Bis eingestellt. Eine Stufe gilt als erreicht, wenn der Eingangswert innerhalb dieses Bereiches liegt, die beiden Grenzen gehören dabei zum Bereich. Jede Stufe hat einen eigenen Ausgang. Dieser Baustein hat eine ähnliche Funktion wie der Wahlschalter 1-N, jedoch mit weniger Parametern zur einfacheren Verwendung. |
Funktionsweise
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| Auswertung | Der Wert am Eingang ST wird ganzzahlig ausgewertet,
Nachkommastellen werden abgeschnitten. Der Wert wird nacheinander
mit dem Bereich Von/Bis jeder Stufe verglichen. |
| Typ Exklusiv | Jede Stufe, deren Bereich den Eingangswert enthält,
wird auf 1 gesetzt, alle übrigen auf 0. Bei sauber getrennten
Bereichen ist damit immer genau ein Ausgang eingeschaltet. Passt der Eingangswert zu keinem Bereich, werden alle Ausgänge auf 0 gesetzt. So wird der Zustand „alles aus" abgebildet. Überlappen sich Bereiche, sind mehrere Ausgänge gleichzeitig eingeschaltet. |
| Typ Inklusiv | Es wird die höchste Stufe gesucht, deren Bereich den
Eingangswert enthält. Diese Stufe und alle darunterliegenden Stufen
werden auf 1 gesetzt, alle darüberliegenden auf 0. Wichtig: Passt der Eingangswert zu keinem Bereich, bleiben die Ausgänge unverändert stehen. In diesem Modus ist also immer mindestens ein Ausgang eingeschaltet, sobald einmal eine Stufe erreicht wurde. Wird der Zustand „alles aus" benötigt, ist der Typ Exklusiv zu verwenden. |
| Schaltreihenfolge | Beim Wechsel der Stufe werden zuerst alle
abzuschaltenden Ausgänge auf 0 gesetzt und gesendet, erst danach
die einzuschaltenden auf 1. Das gilt beim Hoch- und beim
Herunterschalten gleichermaßen, es sind also nie kurzzeitig zwei
Stufen gleichzeitig aktiv. Damit können die Ausgänge direkt auf
Schütze geführt werden, die sich gegenseitig verriegeln. |
| Senden | Die Ausgänge werden nur bei einer Änderung
geschrieben. Ändert sich der Eingangswert innerhalb desselben
Bereiches, wird nichts gesendet. |
Eingänge
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| ST |
Stufe |
Zahlenwert, der die Stufe bestimmt. Der Wert wird mit
den unter „Grenzwerte" eingestellten Bereichen verglichen. |
Ausgänge
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| A1-Ax |
Stufe 1 - x |
Je Stufe ein Ausgang, in der Reihenfolge der Liste
„Grenzwerte". Ist die Stufe erreicht, wird der Ausgang auf 1
gesetzt, sonst auf 0. Die Anzahl ergibt sich aus dem Parameter
„Anzahl Stufen". Ab dem elften Ausgang wird nur mehr die Nummer
angezeigt. |
Parameter
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| Anzahl Stufen |
Anzahl der Stufen und damit der Ausgänge, möglich
sind 2 bis 64. Wird die Anzahl erhöht, werden die neuen Zeilen in
der Liste „Grenzwerte" mit 0 angelegt. |
| Verzögerung |
Wartezeit in Sekunden zwischen der Änderung am
Eingang und dem Umschalten der Ausgänge, 0 schaltet sofort. Die Zeit wird mit der ersten Änderung gestartet und durch weitere Änderungen nicht neu gestartet. Nach Ablauf wird der dann anliegende Wert ausgewertet. Schnell aufeinanderfolgende Änderungen werden damit zusammengefasst, die Ausgänge schalten nur einmal. Das schont Schütze und Motoren, wenn der Eingangswert beispielsweise von einer Regelung kommt. |
| Typ |
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| Grenzwerte |
Öffnet die Liste der Stufen. Je Stufe wird der
Wertebereich mit „Von" und „Bis" eingegeben, beide Grenzen gehören
zum Bereich. Die Bereiche müssen nicht gleich groß sein, sollen
sich aber nicht überschneiden. Wichtig: Neue Zeilen stehen auf Von 0 / Bis 0. Werden die Grenzwerte nicht eingestellt, sind bei einem Eingangswert von 0 alle Ausgänge gleichzeitig eingeschaltet. |
Beispiel
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Lüfter mit drei Stufen,
der Eingang ST wird von einem Bedienelement mit den Werten 0 bis 3
beschrieben. „Anzahl Stufen" ist 3, die Grenzwerte sind Stufe 1 =
1 bis 1, Stufe 2 = 2 bis 2 und Stufe 3 = 3 bis 3.
Soll der Lüfter auch abgeschaltet werden können, ist der Typ Exklusiv zu verwenden, weil beim Typ Inklusiv der Wert 0 zu keinem Bereich passt. Alternativ wird beim Typ Inklusiv eine zusätzliche Stufe für „Aus" angelegt, deren Ausgang nicht verwendet wird. Werden statt fixer Stufen Bereiche ausgewertet, beispielsweise eine Helligkeit in Prozent, können die Grenzwerte auch 0 bis 33, 34 bis 66 und 67 bis 100 lauten. |
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