Schrittkette| Dieser Funktionsbaustein arbeitet eine
Liste von Schritten der Reihe nach ab. Je Schritt wird eingestellt,
wie lange er dauert und wann weitergeschaltet wird: nach Ablauf der
Zeit, sobald eine Bedingung erfüllt ist, bei beidem oder nur von
Hand. Typische Anwendungen sind Bewässerungskreise, die nacheinander geöffnet werden, ein Spülvorgang, ein Aufheizprogramm, ein Reinigungslauf oder eine Vorführsequenz. Jeder Schritt hat einen eigenen Ausgang, der genau dann auf 1 steht, wenn der Schritt gerade läuft. Zusätzlich gibt es die aktuelle Schrittnummer, die Restzeit im laufenden Schritt und vier frei belegbare Schrittwerte, die je Schritt hinterlegt werden. |
Funktionsweise
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| Starten | Eine steigende Flanke am Eingang ST startet den
Ablauf beim ersten Schritt. Läuft der Ablauf bereits, wird die
Flanke nicht beachtet - der laufende Ablauf wird also nicht
versehentlich von vorne begonnen. |
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| Weiterschalten | Für jeden Schritt wird in der Liste „Schritte"
eingestellt, wodurch er beendet wird:
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| Bedingung als Formel | Statt auf einen einzelnen Eingang zu warten, kann die
Bedingung auch gerechnet werden. In der Schrittliste gibt es dafür je
Schritt die Spalte „Formel". Die Bedingungseingänge heißen darin B1 bis
B8, also genau so wie am Baustein. Damit entfallen die Hilfsbausteine, die man sonst vor den Eingang setzen müsste. Statt einen Vergleicher zu verdrahten, schreibt man den Vergleich direkt hin:
Die Formel ergibt wahr oder falsch: alles außer 0 gilt als erfüllt. Der volle Sprachumfang steht im Formel-Editor, den der Knopf neben dem Eingabefeld öffnet - dort wird die Formel auch laufend geprüft und die Fehlerstelle markiert. Ist eine Formel eingetragen, gilt sie; die Spalte „Bedingung B1-Bx" wird dann nicht ausgewertet. Ist „Invertiert" angekreuzt, wird auch das Ergebnis der Formel umgedreht. Wichtig: Lässt sich eine Formel nicht übersetzen - zum Beispiel weil sie B5 verwendet, der Baustein aber nur zwei Bedingungseingänge hat - gilt die Bedingung als nicht erfüllt und der Schritt bleibt stehen. Das ist die sichere Richtung; die Meldung dazu steht im Protokoll der Steuerung. |
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| Verzweigen | Ein Ablauf muss keine reine Kette sein. In der Spalte
„Formel Schritt" steht, wo es nach diesem Schritt weitergeht:
Das Ziel wird erst beim Weiterschalten gerechnet, also in dem Moment, in dem der Schritt endet. „Wann gehe ich weiter" und „wohin gehe ich" bleiben damit getrennt: die Spalten Dauer, Weiterschaltung und Bedingung bestimmen das Wann, die Spalte „Formel Schritt" das Wohin. Auch das manuelle Weiterschalten über den Eingang WS folgt dem Ziel. Ergibt die Formel eine Nummer, die es nicht gibt, geht es mit dem nächsten Schritt weiter - ein Tippfehler hält den Ablauf also nicht an. Die Steuerung meldet das je Schritt einmal im Protokoll. Ein Ping-Pong zwischen zwei Schritten ohne Dauer kann die Steuerung nicht blockieren: es werden nie mehr Schrittwechsel hintereinander ausgeführt, als es Schritte gibt. |
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| Zeitmessung | Die Dauer wird über Zeitstempel gemessen und nicht
heruntergezählt. Schwankungen der Zyklusdauer verschieben den Ablauf
deshalb nicht, und die Abweichung summiert sich auch über viele
Schritte nicht auf. |
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| Pausieren | Solange am Eingang PA eine 1 anliegt, ist der Ablauf
angehalten. Die Restzeit des laufenden Schrittes bleibt stehen und
läuft nach dem Freigeben mit genau diesem Rest weiter. Der Ausgang
des laufenden Schrittes bleibt während der Pause eingeschaltet. |
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| Springen | Wechselt der Wert am Eingang ZS auf eine gültige
Schrittnummer, wird sofort zu diesem Schritt gesprungen und dessen
Dauer neu begonnen. Steht der Ablauf gerade, wird er durch den
Sprung gestartet; ist er pausiert, läuft er weiter. Der Wert 0 und
Werte größer als die Schrittanzahl werden nicht beachtet. |
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| Ende des Ablaufs | Was nach dem letzten Schritt passiert, bestimmt der
Parameter „Verhalten am Ende": stoppen, wieder beim ersten Schritt
beginnen oder zu einem bestimmten Schritt springen. Beim Stoppen
wird der Ausgang FE auf 1 gesetzt, alle Schrittausgänge gehen auf 0. |
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| Abbrechen | Eine steigende Flanke am Eingang SP bricht den Ablauf
ab. Alle Schrittausgänge gehen auf 0, FE bleibt dabei auf 0 - ein
Abbruch ist kein regulärer Abschluss. |
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| Schritt ohne Dauer | Ein Schritt mit der Dauer 0 und der Weiterschaltung
„Nach Zeit" wird sofort wieder verlassen. Damit lassen sich
Zwischenschritte bauen, die nur die Schrittwerte umstellen. Es
werden nie mehr Schrittwechsel hintereinander ausgeführt, als es
Schritte gibt - eine Kette aus lauter Schritten ohne Dauer kann die
Steuerung also nicht blockieren. |
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Eingänge
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| ST |
Start |
Steigende Flanke startet den Ablauf beim ersten
Schritt. |
| SP |
Stopp |
Steigende Flanke bricht den Ablauf ab. |
| PA |
Pause |
1 hält den Ablauf an, 0 setzt ihn fort. |
| WS |
Weiterschalten |
Steigende Flanke schaltet zum nächsten Schritt
weiter, unabhängig von Dauer und Bedingung. Wirkt nur, solange der
Ablauf läuft und nicht pausiert ist. |
| ZS |
Zu Schritt springen |
Schrittnummer 1 bis Anzahl der Schritte. Bei jeder
Änderung auf eine gültige Nummer wird gesprungen. |
| FR |
Freigabe |
Bei 0 werden keine Befehle mehr angenommen und der
Ablauf wird je nach Parameter pausiert oder abgebrochen. Ist der
Eingang nicht verknüpft, gilt der Baustein als freigegeben. „Variablen generieren" legt für diesen Eingang deshalb keine Adresse an: eine neu angelegte Adresse steht auf 0 und würde den Baustein sofort sperren. |
| B1-B8 |
Bedingung 1 - 8 |
Weiterschaltbedingungen. In der Schrittliste wird je
Schritt eingetragen, welche Bedingung gilt und ob sie invertiert
ausgewertet wird. Die Anzahl der gezeichneten Eingänge ergibt sich
aus dem Parameter „Anzahl Bedingungen". In der Spalte „Formel" der Schrittliste heißen diese Eingänge ebenfalls B1 bis B8, dort lassen sie sich frei verrechnen. Auch für diese Eingänge legt „Variablen generieren" keine Adressen an - eine neu angelegte Adresse steht auf 0, der zugehörige Schritt bliebe damit stehen. Die Bedingungen werden verdrahtet oder mit einer vorhandenen Adresse verknüpft. |
Ausgänge
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| NR |
Aktuelle Schrittnummer |
Nummer des laufenden Schrittes, beginnend bei 1.
Steht der Ablauf, wird 0 ausgegeben. |
| LF |
Läuft |
1, solange ein Schritt aktiv ist. Bleibt auch
während einer Pause auf 1. |
| PS |
Pausiert |
1, solange der Ablauf angehalten ist. |
| FE |
Fertig |
1, wenn der Ablauf regulär bis zum Ende
durchgelaufen ist. Beim nächsten Start und bei einem Abbruch geht
der Ausgang wieder auf 0. |
| RZ |
Restzeit im aktuellen Schritt |
Verbleibende Sekunden des laufenden Schrittes. Bei
Schritten, deren Weiterschaltung keine Zeit auswertet, steht hier
0. |
| W1-W4 |
Schrittwert 1 - 4 |
Bis zu vier voneinander unabhängige Ausgänge, wie viele
gezeichnet werden bestimmt der Parameter „Anzahl Schrittwerte". In der
Schrittliste hat jeder Schritt eigene Werte, je einen für W1, W2, W3
und W4. Ein Ausgang, je Schritt ein anderer Wert. Wer zehn Schritte hat und für jeden Schritt einen Wert vorgeben will, braucht nur W1: in der Spalte W1 steht dann in jeder der zehn Zeilen eine andere Zahl, und der Ausgang W1 führt immer die Zahl des gerade laufenden Schrittes. „Anzahl Schrittwerte" bleibt dabei auf 1. W2 bis W4 werden erst gebraucht, wenn ein Schritt mehrere Werte gleichzeitig vorgeben soll - etwa eine Temperatur und eine Drehzahl. Statt einer festen Zahl kann ein Wert auch gerechnet werden. Dafür gibt es je Wert eine Formelspalte, geschrieben über dieselben Eingänge B1 bis B8 - zum Beispiel „B1 * 2" oder „limit(B1,0,100)". Der Wert wird laufend nachgeführt, solange der Schritt aktiv ist, und folgt damit einem Istwert am Eingang. Es wird nicht einer der vier Werte ausgewählt. Solange ein Schritt läuft, stehen alle vier Werte dieses Schrittes gleichzeitig an, jeder an seinem eigenen Ausgang. Beim Wechsel zum nächsten Schritt wechseln alle vier gemeinsam auf die Werte der neuen Zeile. Die vier Ausgänge sind also vier getrennte Vorgaben, die der Ablauf Schritt für Schritt mitführt - zum Beispiel W1 als Ventilstellung, W2 als Drehzahl und W3 als Solltemperatur. Wer nur eine Vorgabe braucht, verwendet W1 und lässt die übrigen drei auf 0 stehen. Steht der Ablauf, werden alle vier Ausgänge auf 0 gesetzt. |
| A1-Ax |
Schritt 1 - x aktiv |
Je Schritt ein Ausgang. Es ist immer nur der
Ausgang des gerade laufenden Schrittes auf 1, alle übrigen sind 0.
Die Anzahl ergibt sich aus der Anzahl der Zeilen in der
Schrittliste. |
Parameter
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| Schritte |
Öffnet die Schrittliste. Je Zeile ein Schritt mit
Bezeichnung, Dauer, Weiterschaltung, Bedingung und den vier
Schrittwerten. Schritte können hinzugefügt, gelöscht, verschoben
und dupliziert werden. Die Anzahl der Zeilen bestimmt die Anzahl
der Schrittausgänge, möglich sind 2 bis 32 Schritte. In der Spalte „Bedingung B1-Bx" steht die Nummer des Bedingungseingangs: eine 2 bedeutet, dass dieser Schritt auf den Eingang B2 wartet. 0 bedeutet „keine Bedingung". Die Überschrift zeigt, wie viele Eingänge gerade gezeichnet sind. Ist „Invertiert" angekreuzt, gilt die Bedingung als erfüllt, wenn der Eingang 0 ist. In der Spalte „Formel Bedingung" steht wahlweise eine gerechnete Bedingung über dieselben Eingänge, zum Beispiel „B1 > 100". Ist sie belegt, gilt sie anstelle der Nummer. In der Spalte „Formel Schritt" steht, wo es nach diesem Schritt weitergeht - leer bedeutet: mit dem nächsten. Und je Schrittwert gibt es neben der Zahl eine Spalte „Formel W1" bis „Formel W4"; ist sie belegt, gilt sie anstelle der Zahl. Alle Formelfelder werden gleich bedient: das Feld ist leer, solange keine Formel hinterlegt ist, sonst steht die Formel darin. Ein Klick öffnet den Editor mit Kurzreferenz, laufender Prüfung und Markierung der Fehlerstelle. Solange eine Formel fehlerhaft ist, lässt sich der Dialog nicht mit Ok schließen. In der Werkzeugleiste über der Liste steht die Anzahl der Schrittwerte. Sie bestimmt, wie viele Ausgänge W1 bis W4 der Baustein zeichnet, und blendet die zugehörigen Spalten gleich mit ein und aus. Die Spalten W1 bis W4 gehören zu den gleichnamigen Ausgängen. Jeder Schritt hat vier eigene Werte, die während dieses Schrittes alle vier gleichzeitig anstehen - es wird nicht einer davon ausgewählt. |
| Anzahl Bedingungen |
Anzahl der gezeichneten Bedingungseingänge B1 bis
B8, möglich sind 0 bis 8. Werden keine Bedingungen gebraucht, bleibt
der Wert auf 0 und der Baustein bleibt schmal. |
| Anzahl Schrittwerte |
Steht in der Werkzeugleiste der Schrittliste, nicht
hier - dort hat man die Spalten dazu vor sich. Sie bestimmt die Anzahl der
gezeichneten Ausgänge W1 bis W4, möglich sind 0 bis 4. Vorgabe ist 1: ein
Wert je Schritt deckt den häufigsten Fall ab und hält den Baustein schmal.
0 lässt die Werteausgänge ganz weg. Wird die Anzahl verkleinert, bleiben die schon eingegebenen Werte in der Schrittliste erhalten und tauchen wieder auf, sobald die Anzahl wieder erhöht wird. |
| Verhalten am Ende |
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| Startschritt bei Wiederholung |
Wird nur angezeigt, wenn „Verhalten am Ende" auf „Zu
Schritt springen" steht. Schritt, bei dem der Ablauf fortgesetzt wird, wenn „Verhalten am Ende" auf „Zu Schritt springen" steht. Liegt die Nummer über der Schrittanzahl, wird der letzte Schritt verwendet. |
| Freigabe fällt weg |
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| Nach Neustart |
Was passiert, wenn die Steuerung während eines
laufenden Ablaufs neu startet:
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| Eingang Start zurücksetzen |
Wird nur angezeigt, wenn „Verhalten am Ende" auf
„Stoppen" steht - nur dann endet der Ablauf überhaupt. Setzt den Eingang ST am Ende des Ablaufs auf 0. Wird der Start über eine Adresse ausgelöst, ergibt das nächste Telegramm damit wieder eine steigende Flanke. Bei einer gezeichneten Verbindung zu einem anderen Baustein wirkt der Parameter nicht. |
Beispiel: Bewässerung
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Bewässerung mit drei
Kreisen, die nacheinander für je zehn Minuten geöffnet werden. Der
letzte Schritt wartet, bis der Behälter wieder voll ist.
„Anzahl Bedingungen" steht auf 1, der Eingang B1 wird mit der Meldung „Behälter voll" verbunden. Die Ausgänge A1 bis A3 gehen auf die drei Ventile, A4 auf das Füllventil. W1 und W2 zeigen, wie die Schrittwerte gemeint sind: W1 führt den Pumpendruck in Prozent, W2 die Anzahl der Düsen des Kreises. Beide stehen gleichzeitig an - während Schritt 2 läuft, steht W1 auf 60 und W2 auf 2. Es wird also nicht zwischen W1 und W2 umgeschaltet, sondern beide wechseln mit jedem Schritt gemeinsam auf die Werte der neuen Zeile. W3 und W4 werden hier nicht gebraucht und bleiben auf 0. Der vierte Schritt endet, sobald der Behälter voll ist - spätestens aber nach 30 Minuten, damit ein defekter Schwimmerschalter den Ablauf nicht dauerhaft anhält. Mit „Verhalten am Ende" = „Zu Schritt springen" und Startschritt 1 läuft die Bewässerung anschließend endlos weiter; mit „Stoppen" wird sie einmal ausgeführt und über eine Schaltuhr am Eingang ST täglich neu gestartet. |
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Beispiel: Aufheizprogramm
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Aufheizprogramm für einen Estrich. Die Vorlauftemperatur wird in
Stufen angehoben, jede Stufe wird erst verlassen, wenn der Estrich
die Temperatur auch wirklich angenommen hat - spätestens aber nach
der eingestellten Höchstdauer, damit ein hängender Fühler das
Programm nicht anhält.
B1 ist die gemessene Estrichtemperatur, W1 geht als Sollwert auf den Heizkreisregler. „Anzahl Bedingungen" steht auf 1. Die Dauer ist hier die Höchstdauer einer Stufe, nicht ihre feste Länge - erreicht der Estrich die Temperatur früher, geht es früher weiter. „Nach Neustart" steht auf „An der Unterbrechungsstelle": ein Stromausfall soll ein tagelanges Programm nicht von vorne beginnen lassen. |
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Beispiel: Spülvorgang
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Spülvorgang einer Trinkwasserleitung, gestartet von einer
Schaltuhr am Eingang ST. Zwischen den Strängen liegt jeweils ein
Schritt ohne Dauer, der nur die Ventilstellung umschaltet.
W1 gibt die Strangnummer an einen Wahlschalter aus, B1 ist die Ablauftemperatur. „Zeit und Bedingung" heißt hier: mindestens zwei Minuten spülen und dabei 55 Grad erreichen - beides muss erfüllt sein. Die Schritte mit der Dauer 0 werden im selben Zyklus wieder verlassen. Sie kosten keine Zeit und dienen nur dazu, die Schrittwerte sauber umzustellen. |
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Beispiel: Reinigungslauf mit Quittierung
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Reinigungslauf einer Anlage, der vom Bedienpersonal begleitet wird.
Zwei Schritte laufen automatisch ab, der dritte wartet auf die
Quittierung am Eingang WS.
Schritt 3 bleibt stehen, bis jemand den Taster an WS betätigt. Der Ausgang NR steht dabei auf 3 - über eine Zustandsanzeige sieht der Bediener in der Visualisierung, worauf gewartet wird. Der Eingang FR liegt auf der Sicherheitskette der Anlage. „Freigabe fällt weg" steht auf „Abbrechen", damit ein geöffneter Schutzschalter den Lauf beendet und nicht nur anhält. |
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Beispiel: Vorführsequenz
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Vorführsequenz für einen Schauraum, die endlos läuft. Je Schritt
werden Licht, Farbe und Beschattung gemeinsam gestellt.
W1 ist die Helligkeit in Prozent, W2 die Farbtemperatur in Kelvin, W3 die Behanghöhe in Prozent. Alle drei Werte stehen während des jeweiligen Schrittes gleichzeitig an und wechseln gemeinsam - genau dafür sind die vier Schrittwerte gedacht. „Verhalten am Ende" steht auf „Von vorne", der Eingang ST wird von einem Schalter am Eingang des Schauraums bedient. Ein Druck auf den Stopp-Taster an SP beendet die Vorführung. |
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