Übersicht Einschaltbegrenzung

Dieser Funktionsbaustein gibt die Anforderung am Eingang nur begrenzt oft an den Ausgang weiter. Damit wird verhindert, dass ein Verbraucher ständig ein- und ausgeschaltet wird (Takten). Es wirken drei Bedingungen:
  • Max. Einschaltungen: Sind die erlaubten Einschaltungen im eingestellten Zeitraum verbraucht, bleibt der Ausgang bis zum nächsten Zeitraum aus.
  • Wiedereinschaltsperre: Nach dem Ausschalten bleibt der Ausgang für die eingestellte Zeit gesperrt, auch wenn die Anforderung sofort wieder kommt.
  • Mindesteinschaltdauer: Ein begonnener Lauf wird durchgezogen, auch wenn die Anforderung kurz wegfällt.
Der Zeitraum, auf den sich die Anzahl bezieht, ist frei wählbar: eine feste Anzahl Sekunden, eine Stunde, ein Tag, eine Woche, ein Monat oder ein Jahr. So lässt sich sowohl „zwei Mal am Tag“ als auch „zehn Mal pro Stunde“ vorgeben.

Beispiele:
  • Eine Umwälzpumpe soll höchstens sechs Mal pro Stunde anlaufen und dabei jedes Mal mindestens fünf Minuten laufen.
  • Ein Lüfter soll nach dem Abschalten eine halbe Stunde in Ruhe bleiben, auch wenn die Anforderung sofort wieder kommt.
  • Eine Meldung soll höchstens zehn Mal pro Stunde ausgelöst werden.
  • Ein Torantrieb soll auf höchstens zwanzig Fahrten am Tag begrenzt werden.
Schwankt die Anforderung, etwa weil sie aus einem gemessenen Wert gebildet wird, sorgt die Mindesteinschaltdauer dafür, dass ein kurzer Einbruch den laufenden Betrieb nicht abbricht und damit auch nicht als neue Einschaltung zählt.

Der Zähler, die Sperrzeit und der laufende Zeitraum werden dauerhaft gespeichert und bleiben nach einem Neustart der Steuerung erhalten. Der Ausgang ist nach einem Neustart aus.

Hinweis: Eine Begrenzung der Anzahl allein ist mit Vorsicht einzustellen. Sind die erlaubten Einschaltungen schon am Anfang des Zeitraums verbraucht, bleibt der Verbraucher für den Rest des Zeitraums gesperrt, auch wenn er dann gebraucht würde. In der Regel ist die Wiedereinschaltsperre zusammen mit der Mindesteinschaltdauer das wirksamere Mittel, die Anzahl je Zeitraum dient als Obergrenze.




Eingänge

E1
Anforderung
Anforderung zum Einschalten. Solange dieser Eingang ungleich 0 ist, wird eingeschaltet, sofern keine Sperre aktiv ist.
FG
Freigabe
Bei 0 wird der Ausgang sofort abgeschaltet, auch während der Mindesteinschaltdauer. Ein nicht belegter Eingang gilt als freigegeben.
RS
Zurücksetzen
Eine steigende Flanke setzt den Zähler und die Sperrzeit zurück.

Ausgänge

A1
Ausgang
Ausgang, 1 wenn eingeschaltet.
AZ
Anzahl im Zeitraum
Anzahl der Einschaltungen im laufenden Zeitraum.
AR
Anzahl verbleibend
Noch erlaubte Einschaltungen bis zum nächsten Zeitraum. Bei unbegrenzter Anzahl wird 0 ausgegeben.
RZ
Restzeit Sperre
Verbleibende Sekunden der Wiedereinschaltsperre.
SP
Gesperrt
1 wenn ein Einschalten derzeit nicht möglich ist, also während der Wiedereinschaltsperre oder bei erreichter Anzahl im laufenden Zeitraum.

Parameter

Max. Einschaltungen
Anzahl der erlaubten Einschaltungen je Zeitraum. Mit 0 ist die Anzahl unbegrenzt.
Zeitraum
Zeitraum, auf den sich die Anzahl bezieht. Mit dem Ende des Zeitraums wird der Zähler genullt.
  • Sekunden
  • Stunde
  • Tag
  • Woche (wechselt am Montag)
  • Monat
  • Jahr
Zurücksetzen
Wird nur bei den Zeiträumen Sekunden und Tag angezeigt.
  • Bei Sekunden: Länge des Zeitraums in Sekunden, zum Beispiel 600 s für zehn Minuten.
  • Bei Tag: Stunde, in der der Zähler genullt wird, zum Beispiel 2 Uhr. Mit 0 wechselt der Zähltag um Mitternacht.
Wiedereinschaltsperre (s)
Zeit in Sekunden, die nach dem Ausschalten vergehen muss, bevor wieder eingeschaltet werden darf. Mit 0 gibt es keine Sperre.
Mindesteinschaltdauer (s)
Zeit in Sekunden, die der Ausgang nach dem Einschalten mindestens eingeschaltet bleibt, auch wenn die Anforderung wegfällt. Die Freigabe FG schaltet trotzdem sofort ab.





Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.