Block Speicher Optimierer Dieses Bedienelement gehört zum Funktionsbaustein Block Speicher Optimierer. Es zeigt den Energiefluss im Haus, den gerechneten Fahrplan der nächsten bis zu 48 Stunden und enthält alle Einstellungen des Bausteins. Am Baustein selbst steht nur noch das Limit des Netzanschlusses.
Das Element wird über die rechte Maustaste mit dem Funktionsbaustein verknüpft. Ohne Verknüpfung bleibt es leer.
Anzeige |
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| Vier Kacheln | Oben das Netz,
links die Produktion, rechts
der Verbrauch und unten der
Akku. Die Akku-Kachel zeigt
zusätzlich den Ladezustand in Prozent. Die Mitte bleibt frei — dort
kreuzen sich die Flusslinien. Netz und Akku zeigen direkt unter dem Istwert zusätzlich ihren Sollwert in Klammer — beim Netz die Vorgabe für den Übergabepunkt, beim Akku die Lade- und Entladeleistung. Er steht in der Farbe des zugehörigen Energieflusses. Liegt zu einem Wert nichts vor, erscheint -.-- statt einer Zahl: bei den Messwerten, wenn dem Eingang keine Adresse zugewiesen ist, und bei den Sollwerten zusätzlich dann, wenn kein Fahrplan vorliegt und der Baustein auch nichts vorgibt. Rechnet er ohne Fahrplan im Notbetrieb den Eigenverbrauch, steht dort ein echter Sollwert und wird angezeigt. |
| Zwei Preis-Kreise | Links und rechts neben der Netz-Kachel, in derselben Größe: Import ist der aktuelle Bezugspreis, Export der aktuelle Einspeisepreis, beide in Cent je Kilowattstunde. Sie zeigen das laufende Abrechnungsintervall der Preisquelle. Die beiden Kreise sind immer schwarz und folgen nicht der Textfarbe des Stils. |
| Energieflüsse | Zwischen den Kacheln werden bis zu sieben Verbindungen gezeichnet: von der Produktion zu Verbrauch, Akku und Netz, vom Netz zu Verbrauch und Akku sowie vom Akku zu Verbrauch und Netz. Eine Linie erscheint erst ab etwa 50 W. Die Farbe zeigt die Herkunft der Energie. Liegen Quelle und Ziel gegenüber, läuft die Linie gerade durch die Mitte, sonst über eine abgerundete Ecke. |
| Klick auf das Element | Jede Kachel öffnet ihr Diagramm — siehe unten. Ein Klick auf das Zahnrad rechts unten oder auf eine freie Fläche öffnet den Fahrplan; von dort sind über die Symbole in der Titelleiste die Einstellungen und die berechneten Daten erreichbar. |
Diagramme |
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| Kachel Produktion | Erzeugung je Stunde. Zusammenfassung: Summe und die ertragreichste Stunde des Zeitraums. |
| Kachel Netz | Bezug und Einspeisung als zwei Kurven im selben Diagramm, dazu der Ladezustand an der rechten Achse — daran ist zu sehen, ob ein Netzbezug auf einen leeren Speicher traf. Zusammenfassung: Bezug, Einspeisung und der Saldo daraus in einer Zeile, darunter Minimum und Maximum des Ladezustands. Die Einzelbeträge in Euro stehen in den Diagrammen der beiden Preis-Kreise. |
| Kachel Verbrauch | Verbrauch je Stunde. Zusammenfassung: Summe und der davon aus dem Netz bezogene Anteil in einer Zeile, darunter der daraus errechnete Autarkiegrad. |
| Kachel Akku | Die Kachel hat zwei
Klickflächen: oberhalb des
Symbols das Entladen, unterhalb
das Laden. In beiden Diagrammen liegt der Ladezustand als zweite Kurve
im Hintergrund. Der Ladezustand hat seine eigene Achse rechts mit fester Einteilung von 0 bis 100 %; die Energie steht wie gewohnt links in Kilowattstunden. Beide Werte sind damit unmittelbar abzulesen. Minimum und Maximum des Ladezustands stehen zusaetzlich in der Zusammenfassung. |
| Kreis Import | Die Kosten des Netzbezugs je Stunde in Euro. Zusammenfassung: Kosten und Menge in einer Zeile, darunter der im Zeitraum tatsächlich erzielte Durchschnittspreis. |
| Kreis Export | Der Erlös der Einspeisung je Stunde in Euro, sonst wie oben. |
| Zeitbereich | Die Schaltfläche am unteren Rand öffnet die Auswahl: 6,
12 und 24 Stunden, Tag, 2, 7, 30 und 90 Tage, Jahr oder ein frei
gewähltes Von-Bis-Datum. Mit den Pfeilen links und rechts wird
geblättert, mit der Lupe die Zeitachse gedehnt. In die Zukunft lässt
sich nicht blättern. Der Papierkorb in der Auswahl löscht die gesamte Aufzeichnung dieses Bausteins. |
Zur Aufzeichnung. Der Funktionsbaustein legt stündlich je einen Wert ab, aufbewahrt werden zwei Jahre. Die Daten liegen in der Steuerung, in einer eigenen Datei je Baustein — ohne Verbindung zur Steuerung bleiben die Diagramme leer.
Die Beträge in Euro werden nicht erst bei der Anzeige aus Kilowattstunden mal Preis gerechnet, sondern laufend mit dem Preis, der im jeweiligen Moment gilt. Sie stimmen deshalb auch bei einem Tarif, dessen Preis stündlich wechselt. Nur dadurch ist auch der Durchschnittspreis in der Zusammenfassung aussagekräftig.
Aufgezeichnet wird nur, was gemessen wird. Ist ein Eingang gar nicht belegt — weder mit einer Adresse noch mit einem Nachbarbaustein —, entsteht der zugehörige Kanal nicht und das Diagramm meldet „Keine Daten vorhanden"; eine Nulllinie sähe wie ein Messwert aus. Eine interne Verdrahtung genügt der Aufzeichnung; die Kacheln brauchen dagegen eine Adresse (siehe unten). Für Kosten und Erlöse genügt der Eingang Netzleistung; die Preise kennt der Baustein selbst.
Wichtig: die Messwert-Eingänge des Bausteins brauchen Adressen. Die vier Kacheln lesen ihre Werte von den Eingängen Netzleistung, PV Leistung, Verbrauch, Batterieleistung und Ladezustand. Sind diese Eingänge nur intern mit einem Nachbarbaustein verdrahtet, gibt es dazu keine Adresse und die Kachel zeigt „-.--". Weisen Sie den Eingängen deshalb Adressen zu. Der Baustein selbst rechnet auch ohne diese Adressen vollständig weiter — die Anforderung betrifft nur die Anzeige.
Ist dem Eingang „Verbrauch“ keine Adresse zugewiesen, weicht die Verbrauchs-Kachel auf den Ausgang „Verbrauch gemessen“ aus. Dort rechnet der Baustein den Wert ohnehin selbst.
Dialog Fahrplan |
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| Balken | Je Stunde eine Spalte, von oben nach unten in drei
Bändern: der geplante Leistungssollwert,
darunter der geplante Ladezustand
und ganz unten der Einspeisepreis
der Stunde. Alle drei Bänder sind gleich hoch und durch einen Abstand
getrennt. Gezeigt wird der Einspeisepreis und nicht der Bezugspreis: er ist der Erlös, den eine Entladung ins Netz in dieser Stunde bringt, und damit der Wert, gegen den sich der geplante Sollwert darüber lesen lässt. Den Bezugspreis des laufenden Intervalls zeigt der Dialog „Berechnete Daten". Jedes Band hat je Spalte einen Rahmen über seine volle Höhe. Daran ist der Bezug abzulesen: beim Ladezustand ist die Unterkante 0 % und die Oberkante 100 %, beim Preis entspricht die Oberkante dem höchsten Preis des gesamten Fahrplans. Der Abstand der Füllung zur Oberkante zeigt damit unmittelbar, wie weit eine Stunde vom Maximum entfernt ist. Alle Balken beginnen an der Unterkante ihres Rahmens. Beim Sollwert wird der Betrag dargestellt; ob geladen oder entladen wird, zeigen die Farbe des Balkens und das Vorzeichen der Beschriftung. Jeder Balken trägt seinen Wert in der Mitte seines Bandes: Leistung in kW, Ladezustand in Prozent, Preis in Cent. Ein Einspeisepreis von 0 bekommt keinen Balken, die Beschriftung erscheint trotzdem. |
| Zeitachse | Die Darstellung beginnt immer
bei der laufenden Stunde und läuft von dort nach rechts bis zum
Ende des Fahrplans. Vergangene Stunden werden nicht gezeigt. Beschriftet ist jede Spalte mit ihrer Uhrzeit. Die erste Spalte ist die laufende Stunde und an ihrer Beschriftung markiert. Stunden, die bereits zum Folgetag gehören, tragen eine gedämpfte Beschriftung; sie erscheinen erst, sobald die Preise des Folgetags bekannt sind. Bis dahin endet der Fahrplan um Mitternacht und es sind entsprechend weniger Spalten zu sehen. Der Fahrplan reicht so weit, wie der Planungshorizont unter „Prognose und Aufzeichnung" eingestellt ist — höchstens 48 Stunden, und nur so weit, wie Preise vorliegen. Beginnt ein neuer Tag, steht davor eine senkrechte Linie. |
| Blättern | Nebeneinander stehen im Querformat 24 Stunden, im
Hochformat 12; der Dialog nutzt im Querformat die volle Breite der
Seite. Ist der Fahrplan länger, wird geblättert — durch Ziehen, mit dem
Mausrad oder über die Pfeiltasten am unteren Rand. Die Pfeiltasten
erscheinen nur dann; passt der Fahrplan auf eine Seite, fehlen sie. Die Dialoge Einstellungen und Berechnete Daten bleiben in jeder Lage quadratisch. |
| Aktualisierung | Der Fahrplan wird bei jeder Neuberechnung und zu jedem Stundenwechsel aktualisiert. Ein geöffneter Dialog übernimmt das sofort, ohne dass er geschlossen werden muss. |
Der Fahrplan liegt in der Steuerung. Ohne Verbindung zur Steuerung zeigt der Dialog „Kein Fahrplan verfügbar“.
Symbole in der Titelleiste |
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| Zahnrad | Einstellungen. |
| Liste | Berechnete Daten. |
Dialog Berechnete Daten |
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| Fahrplan | Gruppe |
| Plan gültig | Ja, solange ein gerechneter Fahrplan vorliegt. Steht hier Nein, arbeitet der Baustein im Notbetrieb. |
| Fahrplan berechnet vor | Minuten seit der letzten Neuberechnung. Der Wert darf nicht dauerhaft über dem eingestellten Abstand zwischen zwei Neuberechnungen liegen. |
| Ladezustand Soll | Geplanter Ladezustand am Ende der laufenden Stunde in Prozent. |
| Geplante Ladung | Summe der geplanten Ladeenergie über die nächsten 24 Stunden in kWh. |
| Geplante Entladung | Summe der geplanten Entladeenergie über die nächsten 24 Stunden in kWh. |
| Erwarteter Ertrag | Erwarteter Gewinn des Fahrplans über die nächsten 24 Stunden in Euro, nach Abzug aller Verluste. Bei flachem Preis steht hier 0, weil sich kein Verschieben lohnt. |
| Nächste Ladung in | Minuten bis zum nächsten geplanten Ladefenster. Der Wert
zählt mit jedem Regelzyklus herunter. Läuft das Fenster bereits, steht dort
aktiv — im Eigenverbrauch ist das
der Normalfall, weil dann fast durchgehend geladen oder entladen wird. Ist
im Fahrplan kein Fenster mehr vorgesehen, steht dort „keine“. Auf einer Adresse liefert der Ausgang die Minuten als Zahl: 0 für ein laufendes Fenster, -1 wenn keines vorgesehen ist. |
| Nächste Entladung in | Minuten bis zum nächsten geplanten Entladefenster, sonst wie oben. |
| Preise | Gruppe |
| Preis Bezug aktuell | Bezugspreis des laufenden Intervalls in Cent je Kilowattstunde. |
| Preis Einspeisung aktuell | Einspeisepreis des laufenden Intervalls. Kennt die Preisquelle keinen Einspeisepreis, steht hier der eingestellte feste Einspeisetarif. |
| Zustand | Gruppe |
| Betrieb | Der Betriebszustand im Klartext: Standby, Laden aus PV, Laden aus Netz, Entladen Eigenverbrauch, Entladen ins Netz, Manuell, Notbetrieb, Aus oder Laden Einspeisegrenze. |
| Laden aktiv | Ja, solange der Speicher geladen wird. |
| Entladen aktiv | Ja, solange der Speicher entladen wird. |
| Netzladung aktiv | Ja, wenn die Ladeenergie aus dem Netz kommt. |
| Einspeisung aktiv | Ja, wenn aus dem Speicher ins Netz geliefert wird. |
| Netzladung gesperrt | Ja, wenn eine Netzladung rentabel wäre, aber durch die
Sperre oder den Mindestgewinn verhindert wird. Damit lässt sich
unterscheiden, ob eine Einstellung bremst oder es schlicht nichts zu
verdienen gibt. In den Betriebsarten Hand und Aus steht hier immer „Nein“ — dort folgt der Speicher nicht dem Fahrplan, eine Aussage über eine verhinderte Netzladung wäre gegenstandslos. |
| Fehler | Ja, wenn keine gültige Preisreihe vorliegt oder die Batteriekapazität auf 0 steht. Fehlende oder veraltete Messwerte setzen diesen Ausgang nicht; dort greift das eingestellte Verhalten bei Datenausfall. |
| Aufzeichnung | Gruppe |
| Verbrauch gemessen | Der gerade verwendete Verbrauch — entweder vom Eingang „Verbrauch“ oder aus Netz, Erzeugung und Batterie gerechnet. |
| Verbrauch gelernt | Der für die laufende Stunde angesetzte gelernte Wert. Ist die Zelle dieses Wochentags noch leer, steht hier der Mittelwert derselben Stunde über die bereits gelernten Wochentage. 0 bedeutet, dass zu dieser Stunde noch gar nichts gelernt ist und die Grundlast gilt. |
| Abdeckung | Anteil der bereits belegten Zellen des Verbrauchsprofils in Prozent. Das Profil hat für jede Stunde jedes Wochentags eine Zelle, nach einer vollen Woche Laufzeit stehen hier 100 %. Bis dahin rechnet der Baustein für die noch leeren Stunden mit der Grundlast. |
Dieser Dialog ist reine Anzeige. Er liest die Ausgänge des Bausteins und ist deshalb auch dann vollständig, wenn den Messwert-Eingängen keine Adressen zugewiesen sind. Einzig „Fahrplan berechnet vor“ stammt nicht von einem Ausgang, sondern aus dem Fahrplan selbst.
Dialog Einstellungen |
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| Betrieb | Gruppe |
| Betriebsart | Automatik — der
Speicher folgt dem gerechneten Fahrplan. Eigenverbrauch — der Fahrplan wird weiter gerechnet und angezeigt, ausgeführt wird er aber nicht: Überschuss wird geladen, Bezug aus dem Speicher gedeckt. Netzladung und Einspeisung finden nicht statt. Manuell — es gilt der Sollwert Hand. Aus — der Sollwert ist 0, der Speicher steht. In Manuell und Aus wirken die beiden Sperren nicht. Die Schutzgrenzen — Ladezustand und Limit des Netzanschlusses — gelten in jeder Betriebsart. |
| Sollwert Hand | Wirkt nur in der Betriebsart Manuell. Er folgt dem Parameter Anlagenart des Bausteins Block Speicher Optimierer: bei Batterievorgabe ist er die Leistung des Speichers (negativ = Laden, positiv = Entladen) und wird auf die eingestellte Lade- und Entladeleistung begrenzt, bei Netzvorgabe der Sollwert am Netzübergabepunkt (positiv = Bezug, negativ = Einspeisung). Dort wird er unverändert ausgegeben — ohne Umrechnung aus Messwerten, ohne Totband und ohne Rampe. Begrenzt wird nur auf das Netzanschluss-Limit. |
| Netzladung sperren | Ungleich 0 verhindert, dass eine im Fahrplan vorgesehene Ladung aus dem Netz ausgeführt wird — der Sollwert ist in diesen Stunden 0. Der Fahrplan selbst wird unverändert weitergerechnet und zeigt die Stunden weiterhin an; dafür meldet der Ausgang Netzladung gesperrt. Vorgabe ist 0, also nicht gesperrt. |
| Einspeisung sperren | Ungleich 0 verhindert, dass eine im Fahrplan vorgesehene Lieferung ins Netz ausgeführt wird. Entladen für den Eigenverbrauch bleibt erlaubt. Wie bei der Netzladung wirkt die Sperre erst bei der Ausführung, nicht auf die Berechnung. Vorgabe ist 0. |
| Speicher | Gruppe |
| Batteriekapazität | Nutzbare Kapazität in Wh. Sie ist die Bezugsgröße für alle Prozentangaben dieses Dialogs. Steht sie auf 0, wird kein Fahrplan gerechnet und der Ausgang Fehler geht auf Ja. |
| Ladeleistung maximal | Höchste Leistung, mit der geladen werden darf. Sie begrenzt sowohl die Energiemenge, die der Fahrplan einer Stunde zuteilen kann, als auch den ausgegebenen Sollwert. |
| Entladeleistung maximal | Gegenstück zur Ladeleistung, für das Entladen. |
| Wirkungsgrad Laden Wirkungsgrad Entladen |
Beide Werte zusammen ergeben den Umlaufwirkungsgrad. Er steckt in den Kosten jeder geplanten Verschiebung: was eingelagert wird, muss um die Verluste teurer wieder heraus. Ein zu hoch angesetzter Wirkungsgrad lässt Geschäfte rentabel erscheinen, die es nicht sind — gerade bei der Netzladung. Zulässig sind 10 bis 100 %; ein Wert außerhalb wird auf 95 % gesetzt. |
| Ladezustand minimal Ladezustand maximal |
Arbeitsbereich des Speichers in Prozent. Unterhalb des Minimums wird nicht mehr entladen, oberhalb des Maximums nicht mehr geladen — in der Planung wie in der Ausführung. Ist das Maximum nicht größer als das Minimum, gelten ersatzweise 10 % und 100 %. |
| Notstromreserve | Hebt den minimalen Ladezustand über den gesamten Planungszeitraum an. Die höhere der beiden Grenzen gewinnt. Vorgabe ist 0 %, es bleibt also beim Ladezustand minimal. |
| Reserve am Planungsende | Untergrenze für die letzten sechs Stunden des Planungshorizonts, und auch dort nur, solange die Preise des Folgetags noch fehlen. Sie verhindert, dass der Plan den Speicher am Abend leerräumt, weil er hinter dem Horizont keine teure Stunde mehr sieht. Sobald die Börse die Preise für morgen veröffentlicht hat, greift sie nicht mehr. |
| Einspeisung erst ab | Eigene, höhere Untergrenze, die nur für die Lieferung ins Netz gilt. Darunter bleibt die gespeicherte Energie dem Eigenverbrauch vorbehalten — verkaufte Energie müsste sonst später zum höheren Bezugspreis zurückgekauft werden. Im Fahrplan ist das daran zu erkennen, dass die Einspeisestunden aufhören, während der Eigenverbrauch weiterläuft. |
| Wirtschaftlichkeit | Gruppe |
| Preisquelle | Automatisch nimmt
die Preisreihe aus den im Projekt vorhandenen Preisbausteinen: eine
Quelle mit eigenem Einspeisepreis schlägt jede reine Börsenquelle, bei
gleicher Eignung gewinnt die zuletzt aktualisierte. eFriends, aWATTar und ENTSO greifen auf genau diese Quelle zu. Fehlt der zugehörige Baustein, liegt keine Preisreihe vor. Feste Preise baut aus dem festen Bezugspreis und dem Einspeisetarif eine flache Stundenreihe. Damit gibt es keine Preisunterschiede, jede Spanne bleibt unter dem Mindestgewinn und es entsteht kein Lade- oder Entladeplan — der Speicher fährt Eigenverbrauch. Ein Fehler wird dabei nicht gemeldet. |
| Netzladeleistung maximal | Höchste Leistung, die zum Laden aus dem Netz verwendet werden darf; zusätzlich gilt die Ladeleistung des Speichers. Der Wert 0 schaltet die Netzladung in der Planung vollständig ab — anders als die Sperre, die den Plan unberührt lässt. |
| Mindestgewinn PV | Schwelle für jede Verschiebung, deren Energie aus der Erzeugung oder aus dem bereits vorhandenen Speicherinhalt stammt. Nur wenn die Spanne zwischen Erlös und Kosten — Verluste eingerechnet — mindestens so groß ist, wird die Stunde eingeplant. Der Wert deckt Alterung und Verschleiß des Speichers ab; je höher er steht, desto weniger Umladungen finden statt. |
| Mindestgewinn Netzladung | Dieselbe Schwelle für Energie, die aus dem Netz gekauft wird. Sie liegt üblicherweise höher als beim Eigenverbrauch, weil hier zusätzlich das Preisrisiko getragen wird. Ist eine Netzladung zwar rentabel, bleibt aber unter dieser Schwelle, meldet der Ausgang Netzladung gesperrt — so ist zu erkennen, ob diese Einstellung bremst. |
| Fester Bezugspreis | Arbeitspreis in Ct/kWh. Er wird nur bei der Preisquelle „Feste Preise“ verwendet. |
| Einspeisetarif | Erlös in Ct/kWh für Energie, die ins Netz geht. Er wird immer dann herangezogen, wenn die Preisquelle keinen eigenen Einspeisepreis kennt — das ist bei den reinen Börsenquellen der Fall. Der Wert ist zugleich der Preis, der beim Laden aus der Erzeugung entgeht: er bildet die Kosten einer PV-Verschiebung. |
| Prognose und Aufzeichnung | Gruppe |
| Grundlast | Angenommener Verbrauch in W für jede Stunde, für die noch kein Messwert gelernt wurde, und für den Fall, dass die Aufzeichnung des Verbrauchs ausgeschaltet ist. Ein zu niedriger Wert lässt den Plan mehr Energie verkaufen, als das Haus später übrig hat. |
| Verbrauch aufzeichnen | Lernt den Verbrauch in ein Profil mit einer Zelle je Stunde und Wochentag. Für eine Stunde, die an diesem Wochentag noch nicht belegt ist, gilt der Mittelwert derselben Stunde der übrigen Wochentage; erst wenn zu dieser Stunde überhaupt nichts vorliegt, greift die Grundlast. Ohne die Eingänge Verbrauch oder Erzeugung wird bewusst nicht aufgezeichnet — ein falsch gelerntes Profil wäre schlechter als der feste Wert. |
| PV Ertrag aufzeichnen | Lernt den Tagesverlauf der Erzeugung in ein Profil mit einer Zelle je Stunde. Damit wird die Tagessumme der Prognose über den Tag verteilt, statt über eine feste Glocke zwischen 6 und 20 Uhr — im Winter liegt diese um Stunden daneben. Ist kein Prognosewert verknüpft, dient das Profil selbst als Erwartungswert. |
| Lernrate | Gewicht, mit dem das Mittel der abgelaufenen Stunde in die Profilzelle einfließt (1 bis 50 %). Klein bedeutet träge und ruhig, groß bedeutet schnelle Anpassung, aber auch mehr Ausschlag nach einem ungewöhnlichen Tag. Eine noch leere Zelle wird immer sofort mit dem ersten Messwert belegt, und ein einzelner Ausreißer wird auf das Vierfache des bisherigen Wertes begrenzt. |
| Planungshorizont | Wie weit der Fahrplan in die Zukunft reicht (2 bis 48 Stunden). Ein weiter Horizont findet Geschäfte über Nacht, nutzt aber nur so viele Stunden, wie die Preisquelle tatsächlich liefert — über das Ende der Preisreihe hinaus wird nicht geplant. Der Horizont bestimmt außerdem, wo die Reserve am Planungsende greift: in seinen letzten sechs Stunden. |
| Maximales Alter der Preise | Gemeint ist nicht
der Zeitraum, den die Preise abdecken, sondern wie lange die letzte
erfolgreiche Abfrage bei der Preisquelle zurückliegen darf. Jeder Preisbaustein merkt sich den Zeitpunkt, zu dem er zuletzt eine vollständige, gültige Preisreihe geholt hat. Liegt dieser Zeitpunkt länger zurück als hier eingestellt, verwirft der Optimierer die Reihe: es wird kein Fahrplan gerechnet, Plan gültig geht auf Nein, Fehler auf Ja, und der Speicher fährt nach dem eingestellten Verhalten bei Datenausfall. Wichtig dabei: schlägt eine Abfrage fehl, behält der Preisbaustein seine zuletzt geholten Preise — nur der Zeitstempel rückt nicht nach. Die Einstellung sagt also, wie lange nach dem letzten erfolgreichen Abruf mit den vorhandenen Preisen weitergerechnet werden darf. Die Preisbausteine fragen ihre Quelle im Stundentakt ab; die Vorgabe von 120 Minuten überbrückt damit zwei erfolglose Versuche. Zu klein eingestellt hält schon eine kurze Störung der Internetverbindung den Fahrplan an, obwohl die Preise für heute und morgen längst vollständig vorliegen. Zu groß eingestellt fällt eine dauerhaft ausgefallene Quelle nicht mehr auf; wirklich kritisch wird das erst, wenn die Preisreihe in die Vergangenheit läuft — dann bleiben zu wenige Stunden übrig und der Plan entfällt ohnehin. Bei der Preisquelle Feste Preise ist die Einstellung wirkungslos, die Reihe wird bei jeder Berechnung neu gebildet. Nach einem Neustart der Steuerung gilt eine aus der Datenbank wiederhergestellte Preisreihe zunächst als alterslos; geprüft wird erst, sobald die Quelle wenigstens einmal erfolgreich abgefragt wurde. Einstellbar sind 5 bis 1440 Minuten. |
| Neuberechnung alle | Größter Abstand zwischen zwei Berechnungen des Fahrplans. Dazwischen wird zusätzlich gerechnet, sobald eine Stunde des Plans abgelaufen ist, der gemessene Ladezustand um mehr als 5 % der Kapazität vom geplanten abweicht oder sich die PV-Prognose um mehr als 10 % ändert. Diese anlassbezogenen Berechnungen laufen frühestens 60 Sekunden nach der letzten. Ein kurzer Abstand kostet Rechenzeit, ein langer lässt den Plan neuen Messwerten hinterherhinken. |
| Regler | Gruppe — die ersten vier Werte wirken nur, wenn der Parameter Anlagenart des Bausteins auf Batterievorgabe steht. Bei Netzvorgabe regelt die Anlage selbst und der Baustein bildet keinen Regelkreis. Das Verhalten bei Datenausfall gilt dagegen in beiden Anlagenarten. |
| Regelzyklus | Abstand in Sekunden, in dem ein neuer Sollwert gebildet wird (1 bis 300 s). Die Netzleistung wird über den abgelaufenen Zyklus gemittelt, eine einzelne Stichprobe wäre Zufall. Ein sehr kurzer Zyklus lässt eine träge Anlage gegen ihre eigene, noch nicht eingeschwungene Messung regeln. |
| Totband | Änderungen unterhalb dieses Wertes werden nicht ausgegeben, der bisherige Sollwert bleibt stehen. Das hält die Zahl der Stellbefehle klein — manche Speicher sperren ihre Schnittstelle, wenn zu oft geschrieben wird. Eine von einer Grenze erzwungene Änderung und eine Bedienhandlung bleiben davon unberührt. |
| Regelverstärkung | Anteil der Regelabweichung, der je Zyklus ausgeglichen wird. Bei 100 % wird der Fehler in einem Schritt korrigiert, darunter klingt er über mehrere Zyklen ab — genau das hält eine träge Anlage ruhig. Zulässig sind 1 bis 100 %; ein Wert außerhalb wird auf 50 % gesetzt. |
| Rampe | Größte Änderung des Sollwerts in W je Sekunde. Die Angabe ist auf die Sekunde bezogen und gilt damit unabhängig vom Regelzyklus. Verlangt eine harte Grenze — Netzanschluss oder Ladezustand — die Änderung, gilt sie sofort; eine gerampte Absenkung würde die Grenze mehrere Zyklen lang verletzen. |
| Verhalten bei Datenausfall | Gilt, sobald kein gültiger Fahrplan vorliegt — etwa weil
die Preise fehlen oder zu alt sind. Standby: der Sollwert ist 0, der Speicher steht. Eigenverbrauch: Überschuss wird geladen, Bezug aus dem Speicher gedeckt. Das ist die Vorgabe — der Speicher bleibt damit auch ohne Preise nutzbar. |
| Diagnose | Gruppe |
| Diagnosemeldungen | Schaltet die Meldungen des Bausteins im Protokoll ein. Nur zur Inbetriebnahme gedacht. |
Für den Ladezustand gibt es damit vier Untergrenzen, die nebeneinander gelten — die jeweils höchste gewinnt: Ladezustand minimal gilt immer und für alles, die Notstromreserve hebt sie über den gesamten Planungszeitraum an, die Reserve am Planungsende nur in dessen letzten sechs Stunden, und Einspeisung erst ab gilt allein für die Lieferung ins Netz.
Geändert wird auf einer Arbeitskopie: erst Speichern überträgt die Werte in die Steuerung. Wird der Dialog ohne Speichern geschlossen, bleibt alles beim Alten.
Die Einstellungen liegen in der Steuerung und nicht im Projekt. Sie bleiben beim Einspielen eines Projekts erhalten, sind aber nur bei bestehender Verbindung les- und schreibbar. Sind mehrere Bedienelemente oder Entwicklungsumgebungen gleichzeitig offen, erscheint eine Änderung dort sofort.