Übersicht Block Energie Manager

Dieses Bedienelement zeigt den Energiefluss im Haus – Photovoltaik, Netz, Batterie und Verbrauch – und bedient zugleich die Energieverteilung: der zugehörige Funktionsbaustein schaltet Wärmepumpe, Wallbox und Warmwasserbereitung so, dass möglichst viel eigener Solarstrom genutzt wird. Die Grenzwerte dafür werden hier im Bedienelement eingestellt.

Bedienung

Energie Manager auf der Seite
  1. Netz: die Leistung am Netzanschluss in kW. Ein positiver Wert ist Bezug aus dem Netz, ein negativer Einspeisung. Der Pfeil darunter zeigt beim Bezug zur Mitte, bei der Einspeisung zum Netz.
  2. Produktion: die aktuelle Leistung der Photovoltaik. Ab 0.1 kW zeigt ein Pfeil zur Mitte.
  3. Autarkie: welcher Anteil des Verbrauchs gerade aus eigener Erzeugung und Batterie gedeckt wird. Der blaue Ring füllt sich mit dem Wert.
  4. Verbrauch: die Leistung, die das Haus gerade braucht.
  5. Batterie: oben der Ladezustand in Prozent, unten Laden, Entladen oder Standby, beim Laden und Entladen mit der Leistung. Der Pfeil zeigt beim Laden zur Batterie, beim Entladen zur Mitte. Die Batterie erscheint nur, wenn sie eingerichtet ist.
  6. Zahnrad: öffnet die Einstellungen der Energieverteilung, siehe unten.

Die Pfeile wechseln im Halbsekundentakt zwischen einfach und doppelt, so ist der Energiefluss auf einen Blick zu sehen. Ein Tippen auf ein Feld öffnet sein Diagramm – Netz, Produktion, Verbrauch oder Autarkie. Die Batterie hat zwei Tippflächen: der obere Teil öffnet den Verlauf des Ladezustands, der untere Teil die geladene und entladene Energie.

Das Diagramm

Das Diagramm
  1. Liste: wechselt zwischen dem Diagramm und der Übersicht. Die Übersicht zeigt für den gewählten Zeitraum Autarkie, Produktion, Verbrauch, Import und Export mit ihrem Betrag in Euro sowie Ersparnis und Ertrag. Die Ersparnis ist die selbst gedeckte Energie – Verbrauch weniger Import – zum Importpreis, der Ertrag der Export zum Exportpreis.
  2. Zusammenfassung: die Summen des Zeitraums zum gewählten Feld: beim Netz Import und Export mit Betrag, bei Produktion und Verbrauch die Energie mit ihrem Preis, bei der Batterie die geladene und entladene Energie bzw. Minimum und Maximum des Ladezustands, bei der Autarkie ihr Wert und die Ersparnis.
  3. Diagramm: ein Wert je Stunde. Beim Laden der Daten erscheint „Bitte warten...“, gibt es für den Zeitraum nichts, „Keine Daten vorhanden“.
  4. – und +: + zoomt waagrecht hinein, höchstens zehnmal, – wieder heraus.
  5. Pfeile: blättern um den gewählten Zeitraum zurück und wieder vor, aber nicht über heute hinaus. Wie weit zurückgeblättert ist, zeigt die Zahl in Klammer auf der Schaltfläche.
  6. Zeitbereich: zeigt den gewählten Zeitraum; ein Tippen öffnet das Menü.

Das Menü

Das Menü
  1. 6 Stunden bis 24 Stunden: die letzten Stunden bis jetzt.
  2. Tag bis 90 Tage: ganze Tage bis einschließlich heute. Jahr zeigt das laufende Kalenderjahr.
  3. Import / Export: der Preis je kWh für Bezug und Einspeisung, einstellbar von 0 bis 100 €. Vorgabe 0.20 € für den Import und 0.10 € für den Export. Mit diesen Preisen werden alle Beträge in Euro gerechnet; die Ersparnis wird mit dem Importpreis bewertet. Die Preise und der zuletzt gewählte Zeitbereich werden auf dem jeweiligen Gerät gespeichert.
  4. Papierkorb: löscht nach der Rückfrage „Alle Daten löschen?“ alle aufgezeichneten Daten dieses Bausteins.
  5. Beenden: schließt das Menü.

Die Einstellungen

Die Einstellungen
  1. Wert antippen: öffnet die Eingabe. Die drei Betriebsarten werden durch Antippen gewählt, jedes Tippen schaltet weiter: Automatik → Ein → Aus.
  2. Liste: lässt sich mit dem Finger oder dem Mausrad verschieben; unter den sichtbaren Zeilen folgen die übrigen Werte.
  3. Speichern: überträgt die Werte in die Steuerung. Änderungen wirken erst mit Speichern; wird der Dialog ohne Speichern geschlossen, sind sie verworfen. Beim Öffnen holt der Dialog die aktuellen Werte aus der Steuerung.

Was die einzelnen Werte bewirken, steht in der Tabelle Einstellungen unten.



Einrichtung

Dieser Abschnitt richtet sich an den Errichter der Anlage.

Das Bedienelement wird mit dem Funktionsbaustein Block Energie Manager verknüpft, der Verbrauch und Autarkie rechnet und Wärmepumpe, Wallbox und Heizstab ansteuert: zuerst den Funktionsbaustein anlegen und seinen Ein- und Ausgängen Variablen zuweisen, dann mit der rechten Maustaste auf das Bedienelement klicken und den Funktionsbaustein wählen. Die Variablen werden dabei übernommen. Ohne Verknüpfung weist ein Tippen auf das Element darauf hin.

Wichtig: Das Bedienelement liest die Werte von den Variablen an den Ein- und Ausgängen des Bausteins. Ist ein Eingang nur intern mit einem anderen Baustein verdrahtet und hat keine Variable, bleibt die Anzeige dazu bei 0. Ob die Batterie lädt oder entlädt, kommt vom Eingang Batterie Status; welche Werte Laden und Entladen bedeuten, legen die Parameter Batterie Status laden und Batterie Status entladen des Bausteins fest. Jeder andere Wert gilt als Standby.

Der Eingang Betriebsart (BA) des Bausteins kann die Betriebsarten aller Verbraucher gemeinsam übersteuern, siehe Funktionsbaustein.

Die Einstellungen liegen in der Steuerung und nicht im Projekt. Sie bleiben beim Einspielen eines Projekts erhalten, sind aber nur bei bestehender Verbindung les- und schreibbar.

Parameter

Anzeige

Batterieanzeige Zeigt die Batterie unten in der Mitte. Vorgabe ist eingeschaltet.

Anzeige Verbraucher

Text Verbraucher 1 … 5 Ohne Wirkung. Der Block Energie Manager zeigt keine einzelnen Verbraucher an, der Baustein hat dafür keine Eingänge. Die Parameter bleiben nur für bestehende Projekte erhalten. Für die Anzeige einzelner Verbraucher dient der Block Energie Monitor.

Einstellungen

Die Werte des Dialoges Einstellungen. Die Vorgaben gelten, bis zum ersten Mal gespeichert wird.

Wärmepumpe

Betriebsart Wärmepumpe Aus hält den Ausgang Heizung Freigabe aus. Bei Automatik wird die Heizung freigegeben, sobald die PV-Leistung fünf Minuten lang die PV-Schwelle Heizung erreicht, und sofort, wenn der Raum kälter ist als die Mindesttemperatur Raum. Ein gibt die Heizung immer frei, auch ohne PV-Leistung. Aus hält auch den Ausgang Heizung Warmwasser aus. Vorgabe ist Automatik.
Mindesttemperatur Raum Darunter wird die Heizung ohne Verzögerung freigegeben (Kälteschutz), die Absenkung bleibt dabei aktiv. Vorgabe 21 °C.
Maximaltemperatur Raum Ab dieser Raumtemperatur ist die Absenkung immer aktiv, damit der Raum nicht überheizt wird. Dazwischen wird die Absenkung aufgehoben, solange mehr als Netz Minimum (Reserve) eingespeist wird, und bei Bezug aus dem Netz wieder gesetzt. Vorgabe 24 °C.
PV-Schwelle Heizung PV-Leistung in W, ab der die Heizung freigegeben wird. Vorgabe 2000 W.

Wallbox

Betriebsart Wallbox Aus hält die Wallbox gesperrt. Bei Automatik wird sie freigegeben, sobald fünf Minuten lang mindestens die Ladeleistung Minimum eingespeist wird, und gesperrt, wenn eine Minute lang nichts mehr eingespeist wird. Ein gibt das Laden immer frei, mit der Ladeleistung Maximum, unabhängig vom Überschuss. Vorgabe ist Automatik.
Ladeleistung Minimum Einspeiseleistung in W, ab der geladen wird, zugleich die Startleistung und die untere Grenze der Ladeleistung. Vorgabe 4000 W.
Ladeleistung Maximum Obere Grenze der Ladeleistung. Dazwischen wird die Leistung so nachgeführt, dass möglichst nichts eingespeist wird. Vorgabe 15000 W.

Warmwasser

Betriebsart Warmwasser Automatik: der Heizstab heizt stufenlos mit dem PV-Überschuss bis zur Solltemperatur PV, sobald fünf Minuten lang mehr als Netz Minimum (Reserve) eingespeist wird. Ein: der Heizstab heizt mit voller Leistung bis zur Solltemperatur Hand. Aus: der Heizstab bleibt aus. Vorgabe ist Automatik.
Solltemperatur PV Warmwassertemperatur, bis zu der mit Überschuss geheizt wird, mit 2 K Schaltabstand. Vorgabe 65 °C.
Solltemperatur Hand Warmwassertemperatur in der Betriebsart Ein. Vorgabe 45 °C.
Mindesttemperatur Warmwasser Fällt das Warmwasser darunter, heizt der Heizstab in jeder Betriebsart mit voller Leistung, bis es 1 K darüber liegt. 0 schaltet diesen Schutz ab. Vorgabe 40 °C.
Netz Minimum (Reserve) Einspeiseleistung in W, die beim Heizstab stehen bleibt – auf diesen Wert wird der Überschuss ausgeregelt. Sie ist zugleich die Schwelle für den Heizstab und für das Aufheben der Absenkung. Vorgabe 800 W.
PV-Schwelle Warmwasser WP PV-Leistung in W, ab der der Ausgang Heizung Warmwasser gesetzt wird (Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe). Ein- und Ausschalten sind jeweils um 5 Minuten verzögert. 0 = nie. Steht die Betriebsart Wärmepumpe auf Aus, bleibt der Ausgang aus. Vorgabe 3000 W.

Variablenverknüpfungen

Die Variablen kommen aus der Verknüpfung mit dem Funktionsbaustein und müssen nicht von Hand eingetragen werden. Angezeigt werden:

Netz Leistung kW Eingang des Bausteins, positiv = Bezug, negativ = Einspeisung. Der Pfeil erscheint ab 0.1 kW in die eine oder andere Richtung.
PV Leistung kW Eingang des Bausteins, die Leistung der Photovoltaik.
Batterie Leistung kW
Batterie Ladung %
Batterie Status
Optional. Leistung, Ladezustand und Zustand der Batterie. Nicht verknüpft: die Batterie zeigt 0 % und Standby.
Verbrauch kW Ausgang des Bausteins, aus Netz, Photovoltaik und Batterie gerechnet.
Autarkie % Ausgang des Bausteins. Bei höchstens 0.1 kW Bezug aus dem Netz steht er auf 100 %.

Siehe auch Allgemeine Eigenschaften aller Bedienelemente.