Block Abluft| Der
Baustein steuert einen einzelnen Abluftventilator, wie er in WC, Bad
oder Abstellraum eingesetzt wird. Er verbindet die üblichen Auslöser -
Licht, Bewegung, Taster und Luftfeuchte - mit Nachlaufzeiten,
Mindestlaufzeit, Mindeststillstandszeit und einer Nachtabsenkung. Der Punkt, der eine von Hand gebaute Lösung schlägt, ist die Erkennung des Feuchteanstiegs: die absolute Feuchteschwelle wird im Winter oft nie erreicht, weil die kalte Zuluft die Raumluft ohnehin trocken hält. Der schnelle Anstieg beim Duschen ist dagegen immer messbar. Die Anwesenheit kommt wie bei allen Block-Bausteinen aus dem Baustein Block Anwesenheit. Im Bedienelement lässt sich je Zustand festlegen, ob der Lüfter überhaupt anlaufen darf. Siehe auch Anwesenheit Allgemein. Das passende Bedienelement ist Block Lüftung; es bedient sowohl die Lüftung als auch die Abluft. Für eine kontrollierte Wohnraumlüftung gibt es den Baustein Block Lüftung. |
Der
Lüfter läuft, sobald mindestens eine Anforderung ansteht:
Mindestlaufzeit und Mindeststillstandszeit liegen über allem. Ohne sie taktet der Lüfter an der Feuchteschwelle - er läuft an, senkt die Feuchte um ein Zehntelprozent, schaltet ab, und beginnt von vorn. Die Mindestlaufzeit verhindert das Abschalten, die Mindeststillstandszeit das sofortige Wiederanlaufen. Die maximale Laufzeit beendet den Lauf, wenn eine hängende Anforderung ihn sonst endlos laufen ließe - etwa ein Lichtschalter, der vergessen wurde. Der Lüfter läuft erst wieder an, wenn die Anforderung zwischendurch weggefallen ist. |
| Der
Baustein merkt sich den Feuchtewert im Minutentakt. Liegt der aktuelle
Wert um den eingestellten Betrag über dem Wert von vor zehn Minuten,
gilt der Anstieg als erkannt und der Lüfter läuft an - auch dann, wenn
die absolute Schwelle noch weit entfernt ist. Der erkannte Anstieg verfällt, sobald die Feuchte wieder unter den Wert bei der Erkennung abzüglich der Hysterese gefallen ist. Er endet bewusst nicht an der absoluten Schwelle - genau die wird beim Duschen im Winter nie erreicht. Nach einem Neustart der Steuerung beginnt die Messreihe leer. Bis genügend Werte gesammelt sind, wird kein Anstieg gemeldet; eine Fehlauslösung beim Hochlauf ist damit ausgeschlossen. Die absolute Feuchteschwelle wirkt in dieser Zeit ganz normal. Der Wert 0 schaltet die Anstiegserkennung ab. |
| Im
eingestellten Zeitfenster kann der Lüfter entweder ganz gesperrt werden
oder nur noch auf die Feuchte reagieren. Das zweite ist der übliche
Fall: nachts soll der Lüfter nicht bei jedem Lichtschalten anlaufen,
beim Duschen aber sehr wohl. Beginnt das Zeitfenster später als es endet, reicht es über Mitternacht. |
Eingänge |
||
| LI |
Licht ein |
1 = das Licht im Raum brennt. Nach der
Einschaltverzögerung entsteht daraus eine Anforderung. |
| BE |
Bewegung |
1 = Bewegung erkannt. Wirkt ohne Verzögerung. |
| RF |
Feuchte |
Relative Luftfeuchte im Raum in %. Grundlage der
Feuchteschwelle und der Anstiegserkennung. Ist der Eingang nicht
verknüpft, entfällt beides. |
| TA |
Taster |
Der Taster schaltet um: läuft der Lüfter, schaltet
ihn die steigende Flanke aus, sonst ein. Ein WC-Lüfter muss sich von Hand
auch wieder abschalten lassen. Die Handabschaltung gilt, bis keine Anforderung mehr ansteht - bei brennendem Licht läuft der Lüfter also nicht sofort wieder an. Ein- und Ausschalten von Hand wirken sofort, ohne Mindestlaufzeit und ohne Mindeststillstandszeit. Über diese Adresse bedient auch das Bedienelement. |
| FR |
Freigabe |
0 = der Lüfter bleibt aus. Ein nicht verknüpfter Eingang
gilt als freigegeben. |
Ausgänge |
||
| LU |
Lüfter |
1 = der Lüfter läuft. |
| NL |
Nachlauf aktiv |
1 = der Lüfter läuft nur noch wegen der Nachlaufzeit, die
eigentliche Anforderung ist bereits weggefallen. |
| BT |
Betriebsstunden |
Betriebsstunden seit der letzten Quittierung. Der
Zählerstand wird auf der Steuerung gespeichert und übersteht einen
Neustart. Das Wartungsintervall wird im Bedienelement eingestellt. |
| ST |
Info Status |
Statuswert für die Visualisierung. Die Bits werden
addiert: 1 = Licht ein 2 = Bewegung 4 = Taster 8 = Feuchteschwelle überschritten 16 = Feuchteanstieg erkannt 32 = Nachlauf aktiv 64 = maximale Laufzeit erreicht 128 = Mindeststillstandszeit läuft 256 = Nachtabsenkung aktiv 512 = Wartung fällig |
Parameter |
||
| Einschaltverzögerung Licht |
So lange muss das Licht brennen, bevor der Lüfter anläuft.
Der Wert 0 lässt ihn sofort anlaufen. |
|
| Nachlaufzeit |
So lange läuft der Lüfter weiter, nachdem Licht, Bewegung
oder Taster weggefallen sind. |
|
| Feuchte auswerten |
Schaltet Feuchteschwelle und Anstiegserkennung ein oder
aus. |
|
| Feuchte Schwelle |
Ab dieser relativen Luftfeuchte läuft der Lüfter an. |
|
| Feuchte Hysterese |
Um diesen Betrag muss die Feuchte unter die Schwelle
fallen, bevor die Anforderung endet. |
|
| Feuchteanstieg |
Steigt die Feuchte innerhalb von zehn Minuten um diesen
Betrag, läuft der Lüfter an. Der Wert 0 schaltet die Anstiegserkennung
ab. |
|
| Nachlaufzeit nach Feuchte |
Eigene, meist längere Nachlaufzeit für die
Feuchte-Anforderung. |
|
| Maximale Laufzeit |
Nach dieser Zeit wird abgeschaltet, auch wenn eine
Anforderung noch ansteht. Der Wert 0 schaltet die Begrenzung ab. |
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| Mindestlaufzeit |
So lange läuft der Lüfter mindestens, bevor er abschalten
darf. |
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| Mindeststillstandszeit |
So lange bleibt der Lüfter nach dem Abschalten mindestens
aus. |
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| Nachtabsenkung |
Aus, nur Feuchte oder ganz sperren - gültig innerhalb des
eingestellten Zeitfensters. |
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| Nacht Beginn / Nacht Ende |
Zeitfenster der Nachtabsenkung, jeweils als Stunde und
Minute. Liegt der Beginn nach dem Ende, reicht das Fenster über
Mitternacht. |
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