Übersicht Block Wetterstation

Block Funktionsbaustein für das Bedienelement Block Wetterstation, das Bedienelement muss mit diesem Funktionsbaustein verknüpft werden.

Der Baustein bekommt die Messwerte einer angeschlossenen Wetterstation von einem anderen Funktionsbaustein, zum Beispiel vom Baustein "Wetterstation" (serielle Wetterstation) oder von einem MQTT-Baustein. Aus diesen Messwerten bildet er die Alarme für Wind, Frost, Hitze und Regen sowie die Schaltausgänge für die Beschattung Ost, Süd und West und für die Dämmerung.

Die Eingänge stehen in derselben Reihenfolge wie die Ausgänge des Bausteins "Wetterstation". Werden beide nebeneinander gesetzt, liegen die ersten zehn Ein- und Ausgänge direkt voreinander und lassen sich ohne Kreuzungen verbinden.

Alle Grenzwerte und Zeiten werden nicht hier, sondern direkt am Bedienelement eingestellt und in der Steuerung gespeichert. Damit kann der Anwender die Werte jederzeit selbst anpassen, ohne dass das Projekt geändert werden muss.

Jede Überwachung hat den gleichen Aufbau: einen Grenzwert, eine Hysterese, eine Einschaltverzögerung und eine Rückfallzeit. Die Rückfallzeit legt fest, wie lange der Grenzwert durchgehend unterschritten sein muss, bis der Alarm wieder zurückgenommen wird. Wird der Grenzwert währenddessen erneut überschritten, beginnt die Zeit von vorne. Damit fährt eine Jalousie bei böigem Wind nicht ständig auf und ab.

Eingänge

TP
Temperatur °C
Außentemperatur in Grad Celsius. Grundlage für den Frost- und den Hitzealarm.
HS
Helligkeit Süd
Helligkeit der jeweiligen Fassade in Lux. Überschreitet der Wert den eingestellten Grenzwert länger als die Einschaltverzögerung, wird der zugehörige Beschattungsausgang gesetzt.
HW
Helligkeit West
HO
Helligkeit Ost
DA
Dämmerung
Dämmerungswert. Je nach Einstellung im Bedienelement wird der Eingang als Helligkeit in Lux oder als Schaltbit ausgewertet.
HE
Helligkeit
Optionaler Eingang. Gesamthelligkeit in Lux. Ist er verbunden, bestimmt dieser Wert das Wettersymbol, sonst wird der größte der drei Fassadenwerte verwendet.
WM
Wind m/s
Optionaler Eingang. Alternative zum Eingang Wind km/h, der Wert wird automatisch in km/h umgerechnet. Sind beide Eingänge verbunden, gilt immer der größere der beiden Werte. Damit bleibt die Sicherheit erhalten, wenn ein Kanal ausfällt und auf 0 stehen bleibt.
WI
Wind km/h
Windgeschwindigkeit in km/h. Grundlage für den Windalarm und für die Aufzeichnung der Windböen.
RE
Regen
Regenmeldung. Liegt am Eingang 1 an, wird Regen erkannt.
FE
Fehler
Optionaler Eingang. Störungsmeldung der Wetterstation, zum Beispiel der Ausgang "Fehler Kommunikation" des Bausteins Wetterstation. Liegt 1 an, wird sofort eine Sensorstörung gemeldet.
LF
Luftfeuchtigkeit %
Optionale Eingänge. Sie werden nur ausgewertet, angezeigt und aufgezeichnet, wenn sie verbunden sind. Ist die Regenmenge verbunden, kann der Regenalarm im Bedienelement wahlweise über die Regenmenge statt über das Regen-Bit gebildet werden.
LD
Luftdruck hPa
WR
Windrichtung °
RM
Regenmenge mm/h
LZ
Lebenszeichen
Optionaler Eingang. Ein ständig wechselndes Signal, das zeigt dass die Wetterstation antwortet. Ist er verbunden, wird nur dieser Wert für die Überwachung auf Sensorausfall herangezogen. Ist er nicht verbunden, gilt jede Änderung von Temperatur, Wind oder Regen als Lebenszeichen.

Ausgänge

AW
Windalarm
Wird gesetzt, wenn die Windgeschwindigkeit den eingestellten Grenzwert länger als die Einschaltverzögerung überschreitet. Der Ausgang fällt erst zurück, wenn der Wind für die eingestellte Rückfallzeit durchgehend unter der Grenze bleibt.
AF
Frostalarm
Wird gesetzt, wenn die Temperatur unter den eingestellten Grenzwert fällt. Auf Wunsch nur dann, wenn gleichzeitig Niederschlag gemeldet wird (Schutz gegen Vereisung von Markisen).
AH
Hitzealarm
Wird gesetzt, wenn die Temperatur den eingestellten Grenzwert überschreitet.
AR
Regenalarm
Wird bei Regen gesetzt. Wahlweise über das Regen-Bit oder über die Regenmenge in mm/h.
BO
Beschattung Ost
Wird gesetzt, wenn die Helligkeit der jeweiligen Fassade den Grenzwert länger als die Einschaltverzögerung überschreitet. Der Ausgang fällt zurück, wenn die Helligkeit für die Rückfallzeit unter dem Grenzwert abzüglich der Hysterese bleibt.
BS
Beschattung Süd
BW
Beschattung West
DA
Dämmerung
Wird gesetzt, wenn es dunkel wird. Kann zum Beispiel für das Schließen der Jalousien am Abend verwendet werden.
SF
Sensorstörung
Wird gesetzt, wenn sich die Messwerte länger als die eingestellte Zeit nicht mehr ändern oder dauerhaft unplausibel sind. Ist die Sicherheitsstellung eingeschaltet, werden zusätzlich Wind- und Regenalarm gesetzt, damit die Beschattung bei einem defekten Sensor geschützt bleibt.
ST
Info Status
Sammelmeldung aller Zustände als Zahlenwert. Wird für die Anzeige im Bedienelement verwendet.

Parameter


Startverzögerung Zeit nach dem Start der Steuerung, in der noch keine Alarme gebildet werden. In dieser Zeit liegen noch keine gültigen Messwerte vor, ohne die Verzögerung käme es zu Fehlalarmen. Alle Ausgänge sind während dieser Zeit auf 0.

Benachrichtigung bei Sturmalarm

Für eine Benachrichtigung auf das Mobiltelefon wird der Ausgang Windalarm einfach mit dem Baustein Pushover oder IFTTT verbunden. Voraussetzung ist nur, dass für den Alarmausgang eine Adresse erzeugt wurde.

Statistik

Der Baustein zeichnet die Verläufe von Temperatur, Wind und Regen auf. Einmal pro Stunde werden der Mittelwert sowie das Minimum und das Maximum von Temperatur und Wind und die Regendauer gespeichert. Starke Windböen werden zusätzlich sofort als Ereignis erfasst. Sind Luftfeuchtigkeit, Luftdruck oder Regenmenge verbunden, werden auch diese Werte aufgezeichnet. Die Auswertung erfolgt im Bedienelement.

Siehe auch allgemeine Parameter aller Funktionsbausteine.